10 Dinge die Unternehmen machen, anstelle die Online-Konversion zu optimieren
Twittern17 März 2009, Matthias Henrici
Besucher einer Website zu kaufenden Kunden zu machen ist definitiv nicht jedermanns Sache. Da stecken Unternehmen lieber Unsummen in Banneranzeigen, läßt man windige Call-Center nervende Anrufe führen oder verkauft das Firmen-Mobiliar bei eBay um endlich wieder liquide zu sein. Wirklich jede spinnerte Idee wird aufgegriffen und alles nur, um den eigenen Shop nicht auf verbesserte Konversion optimieren zu müssen. Ob das so sinnvoll ist sei mal dahingestellt, Fakt ist: Die meisten Unternehmen setzen zuerst auf die altbewährte Methode “Augen zu und durch!”.
Fassen wir einmal die 10 häufigsten Aktivitäten zusammen die anstelle einer Konversions-Optimierung von begeisterten ‘Nicht-Konversionisten’ unternommen werden:
- Den Online-Marketing-Chef entlassen (meist schon der Dritte innerhalb von 2 Jahren)
- Ein großangelegtes Sparprogramm auflegen – Geld gibt es nur noch fürs Web-Hosten, das Design macht der Praktikant
- CMS-, ERP-Â und Shopsystem wechseln. Kosten spielen keine Rolle, aber brand-neu muss es sein
- Die Internet-Agentur feuern und den zweiten ReLaunch innerhalb eines Jahres durchführen
- Anwälte engagieren um die lästige Konkurrenz abzumahnen
- Über ein usbekisches Call-Center Bestands-Kunden anrufen und mit Angeboten nerven
- Dynamit-Fischen: 3.000.000 eMail-Adressen aus einem billigen Gewinnspiel kaufen und einen Newsletter versenden
- Flash-Gimmicks, leicht bekleidete Damen oder total abgefahrene und vor allem aufwändige Produktpräsentationen einsetzen
- Teure Werbe-Banner bei Stern-Online oder Bild.de schalten, getreu dem Motto: Wenn man nur 0,1% Konversion hat braucht man eben mehr Besucher, viel viel viel mehr Besucher!
- Google adwords so organisieren, dass es 10 mal mehr kostet als der Shop an Rendite erwirtschaften kann
Und wenn es dann immer noch nicht klappt – und das ist mehr als wahrscheinlich – dann hilft immer noch der Einsatz einer international agierenden, platin-ausgezeichneten und extrem business-aliken Unternehmensberatung. Diese wird den Laden solange umkrempeln bis er endgültig weder Power, noch Visionen, noch engagierte Mitarbeiter noch Geld hat und damit pleite geht – Märklin lässt grüßen.
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Helfen Sie mit
TeilenTags | Checkliste, CRO, Konversionskiller, Konversionsrate


Matthias Henrici ist eCommerce-Mann der ersten Stunde. Bereits Anfang der neunziger Jahre entwickelte er wertschöpfende Multimedia-Projekte u.a. für deutsche und internationale Unternehmen. Seit 11 Jahren lehrt er als Dozent für Usability und Neuro-Marketing an deutschen Hochschulen und arbeitet als Senior-Berater bei der Web Arts AG in Bad Homburg sowie als freier Autor u.a. für den HighText Verlag und das Webstandards-Magazin. Nehmen Sie Kontakt mit ihm über
Nicht zu vergessen, die Investitionen in neue Software und das Aufdrücken neuer viel bessererererrer Arbeitsmethoden mit der Brechstange…