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Konversionskiller Nr. 2: Unnötiger Einsatz von CAPTCHAs

28 July 2009, Torsten Hubert

Erfahren Sie in vorletzten Teil der Serie über Konversionskiller, wie man sich durch den Einsatz einer Anti-Spam Technik, die Konversionsrate zielsicher verhageln kann.

Was ist ein CAPTCHA?

Fast jeder hat die kleinen “Helferlein” schon einmal gesehen. Es gibt sie in tausend verschiedenen gestalterischen Varianten. Einmal mehr oder weniger grell, mal mit Audio (zum Vorlesenlassen) mal mit Rechenaufgaben. Jedoch haben alle eins gemeinsam. Man muss etwas, dass man sieht (oder hört) in ein Feld eingeben, damit man das Formular losschicken kann.

Hier mal ein besonders häufig vertretenes Exemplar unter den CAPTCHAs:
CAPTCHA

Wozu dient ein CAPTCHA?

Das CAPTCHA hat eigenlich nur einen Zweck, es soll den Betreiber der Website, bzw. den Empfänger es Formulars vor maschinellem Spam schützen. Zu diesem Zweck wird das CAPTCHA meist gegen Ende es Eingabeprozesses in das Formular integriert. Ist es korrekt ausgefüllt, wird die Anfrage gesendet. Sollte während der Eingabe ein Fehler passieren, oder das CAPTCHA gar nicht ausgefüllt werden, so wird eine entsprechende Fehlermeldung angzeigt.

Ein sehr guter Schutz gegen SPAM.

Warum ist ein CAPTCHA ein Konversionskiller?

Eigentlich liegt das doch schon auf der Hand oder? Ein CAPTCHA ist für die meisten Internetnutzer eine zusätzliche Barriere, etwas Unbekanntes, etwas Unangenehmes. “Warum soll ich so einen Mist hier eingeben? ICH bin KEIN SPAM-Bot!”, habe ich mir schon häufig gedacht und dabei auch das ein oder andere Mal den Besuch abgebrochen. Grade unerfahrene oder ältere Internetnutzer haben mit CAPTCHAs häufig Probleme. Unterstützt wird das Problem häufig durch die englischen Begriffe und die fehlende Erklärung, wie man das CAPTCHA bedienen soll.

Im SEOmoz gibt es einen sehr spannenden Bericht über die Auswirkungen von CAPTCHAs auf die Konversionsrate. Hier ist das Ergebnis, dass auf den getesteten Seiten die Konversionsrate durch den Einsatz von CAPTCHAs um rund 3,2% sinkt. Ein beträchtlicher Wert, wenn man davon ausgeht, dass dies nur der Teil ist, der fehlerhaft gesendet wurde. Der wirkliche Verlust, ist leider nicht beziffert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dieser noch deutlich höher liegt. Ein CAPTCHA schreckt alleine durch seine Existenz Nutzer ab.

Was ist die Alternative zu CAPTCHAs?

Eigentlich gibt es keine wirkliche Alternative zu CAPTCHAs, außer das manuelle Aussieben von SPAM. Vielleicht hilft jedoch die alte Idee des Honeypot CAPTCHAs: Hier wird ein (per CSS) versteckes Feld in das Formular eingebaut, dass bei manuellem Ausfüllen leer bleibt. SPAM-Bots jedoch “sehen” dieses Feld und füllen es entsprechend aus. In diesem Fall wird die Anfrage totzdem weitergeleitet, jedoch als “Eventueller SPAM” markiert. Durch ein gebündeltes Abarbeiten (z.B. einmal pro Woche) ist es sehr effizient möglich alle echten Anfragen “herauszufischen” und den Rest in den Papierkorb zu legen.

Fazit zum Konversionkiller CAPTCHAs:

Ich möchte CAPTCHAs nicht verdammen. Teilweise ist der Einsatz absolut sinnvoll und gerechtfertigt. Man sollte nur überlegen, ob und in welchem Maße man sie benutzt und welchen Preis man dafür bereit ist zu bezahlen.

Zum Abschluss habe ich noch ein besonderes Exemplar eines CAPTCHAs (kein FAKE!):

Hardcore CAPTCHA

Hätten Sie es gelöst? Ich nicht!

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Tags | Barrierefreiheit, CAPTCHA, Konversionskiller, Landing-Page, Quick-Wins, Senioren, Tipps

Über den Autor:
Torsten Hubert Torsten Hubert beschäftigt sich seit zehn Jahren intensiv mit Webmarketing und ist Google Advertising Professional. Er ist hauptberuflich Senior-Consultant bei dem CRO-Spezialisten Web Arts AG und hat sich dort auf Webmarketing und Landing-Page-Optimierung spezialisiert. Lesen Sie auch sein privates Landingpage-Optimierung Blog oder folgen Sie ihm auf Twitter.

3 Responses to “Konversionskiller Nr. 2: Unnötiger Einsatz von CAPTCHAs”

Kommentare:
  1. Stefan says:

    Sehr guter Artikel!

    Ich gehöre auch zu der Gruppe Personen, die ein mit Captcha versehenes Formular nur ausfüllen, wenn ich wirklich eine Leistung hinter dem Formular dringendst benötige.

    Aber vor allem Danke für den Tipp mit dem versteckten Feld, das finde ich eine absolut elegante Lösung!

    mfg
    Stefan

  2. Danke für den Feedback Stefan,

    die Honeypot-Technik exisitert schon ziemlich lange. Ich weiss aber nicht, warum sie sich bisher nicht durchsetzen konnte.

  3. Marion says:

    Ich habe nichts gegen Captchas und fülle das Feld gerne aus. Aber das hängt sicher damit zusammen, dass wir “vom Fach” wissen, was das Ganze bedeutet, wofür es gut ist und wie lästig Spam sein kann.

    Ich habe allerdings von “normalen” Nutzern auch schon gehört, dass sie Captchas nicht mögen.
    Ich vermute, dass das zum Teil aus Unkenntnis passiert, zum Teil vielleicht auch, weil manche Captchas schlecht zu lesen sind und die Leute nicht wissen, wie sie ein neues Captcha erzeugen können.

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