Von Susanne Seibold | Conversion Optimierung | 2 Reaktionen

Warum es sich lohnt, Trends mitzumachen

Mittlerweile gibt es viele innovative aber auch standardisierte Konzepte im Bereich der Produktpräsentation in Online-Shops. In immer mehr Online-Shops findet man beispielsweise das passende Video zum angebotenen Produkt. Vor wenigen Jahren noch ein Trend, mittlerweile erlebt diese Sparte einen regelrechten Boom. Und einige Unternehmen waren bereits vor wenigen Jahren in einer Art Vorreiterrolle in diesem Bereich.

Beispiele, die belegen, dass es sich lohnt früh auf Trends zu reagieren:
zappos.com: Die ersten Produktvideos für Artikeldetailseiten wurden im Jahr 2008 produziert. Der Impact war gigantisch: die Conversion Rate der Artikeldetailseiten stieg von 6% auf 30%. Ein Zwischenerfolg (zu diesem Zeitpunkt waren gerade mal 8.000 Produktvideos online), der dazu führte, dass das Video-Angebot kontinuierlich ausgebaut wurde.
Ein ausführlicheres Interview mit Rico Nasol (zappos.com) zu diesem Thema gibt es hier zu sehen.

Hessnatur.de:
Im Juli 2009 gab Hessnatur im eigenen Blog bekannt, dass den Kunden ab sofort Produktvideos zur Verfügung stehen. Ausschlaggebend für diesen Schritt: Eine Online-Kundenumfrage. Knapp 1 Jahr später konnte man beispielsweise hier lesen, dass der Hessnatur Online-Shop, dank der Produktvideos, die Conversion Rate auf den Artikelseiten durchschnittlich um 30% steigern konnte.

Diese Erfolgsbeispiele liegen bereits zwischen 2 und 3 Jahren zurück. Aber es sind nicht die einzigen dieser Art. Früher oder später setzten immer mehr Shopbetreiber Produktvideos ein und konnten damit Erfolge feiern.

Weitere Erfolgsbeispiele wie Unternehmen diesen Trend erfolgreich umgesetzt haben, hat Stefan Meixner bereits letztes Jahr auf dem Blog twive! dokumentiert.

Was hat sich verändert?
Vor ein paar Jahren war für viele Shopbetreiber der Einsatz von Produktvideos noch undenkbar. Der finanzielle Aufwand für die Produktion und Einbindung war enorm.

Mittlerweile haben sich in diesem Bereich jedoch viele Anbieter etabliert, die auf Basis der Erfahrungswerte der letzten Jahre, verbesserter Technik und einem flexibleren Ablauf ein besseres Preis- / Leistungsverhältnis bieten können. Im Internet gibt es darüber hinaus genügend Checklisten für alle Arten von Multimedialer Produktpräsentation.

Diesem Boom zu Trotz sollte bei der Auswahl des geeigneten Anbieters neben diesen Aspekten auch dessen Referenzen in Betracht gezogen werden. Leidet die Qualität der Aufnahmen, so ist der positive Effekt bei den Kunden gleich wieder weg.

Hat sich wirklich etwas verändert?
Einer Forschungsarbeit der FH Düsseldorf zufolge, boten von insgesamt 913 von untersuchten Shops aus dem Bereich Electronic Commerce nur 4 Shops Bewegtbilder auf der Artikeldetailseite an.
Ein überraschendes Ergebnis, da die Vermutung nahe lag, dass die Zahl der Shops viel höher liegen müsste, wenn man berücksichtigt, dass das Thema Multimedialer Content in Online-Shops bereits seit Jahren ein Thema ist.

Worauf ich hinaus will ist, dass die gezeigten Beispiele zeigen, dass es sich durchaus lohnt ein Risiko einzugehen, um einem Trend eine Chance zu geben. Aber auch für die Shopbetreiber, die sich damit noch nicht konkreter auseinander gesetzt haben, gibt es noch Chancen: Produktvideos oder 360-Grad-Abbildungen sind nach wie vor Conversion Booster. Stellt sich nur noch die Frage, ob der nächst bessere Trend nicht schon längst auf dem Weg ist…

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Susanne Seibold

Susanne Seibold untersucht Online-Shops mit Fokus auf die emotionale Wahrnehmung innerhalb der Zielgruppe. Ihre Leidenschaft gilt dem Joy of Use von Online-Shops und Communities.
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    2 Reaktionen auf „Warum es sich lohnt, Trends mitzumachen

    1. Warum es sich lohnt Trends mitzumachen oder einfach mal was neues zu wagen. 😉

      • Ein wichtiges Thema. Bryan Eisenberg ist dazu noch weiter gegangen und fragt: „Können Unternehmen mit der Entwicklungsgeschwindigkeit der Kunden überhaupt noch mithalten?“ Mehr dazu: http://www.bryaneisenberg.com/2010/09/the-future-shopper/

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