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Conversion Rate Optimization Process – In 5 Schritten zum Erfolg – Teil 4

Die Evaluation von Websites, Design-Entwürfen oder Prototypen ist eine spannende Angelegenheit. Stellen Sie sich vor, Ihre Agentur unterbreitet Ihnen Design-Vorschläge, mit dem Satz: „Da müssen wir hin!“. Wahrscheinlich finden Sie die Entwürfe toll, haben aber erst einmal keine Idee, wohin die Reise geht und ob sich Ihre Erwartungshaltung an das Re-Design Ihrer Website wirklich erfüllt. Die Zweifel sind am Anfang groß und nur schwer aus dem Weg zu räumen, schließlich investieren Sie eine Menge Geld.

Im Conversion Rate Optimization Process spielt die Evaluation nach der Analyse (Schritt 1), Hypothese (Schritt 2) und Optimierung (Schritt 3) eine nicht unerhebliche Rolle. Schließlich kann man heutzutage auf eine Vielzahl an Evaluierungs-Tools und -Techniken zurück greifen, die unkompliziert sowie schnell Erkenntnisse darüber generieren, ob die bisherigen Schritte in die richtige Richtung führen.

Der vierte Schritt Evaluation im Conversion Rate Optimization Process dient der Beweisführung, dass die Schritte 1 bis 3 hoffentlich einen Erfolg verbuchen können.
Doch welche Techniken gibt es? Wie und vor allem in welcher Situation werden diese Techniken angewandt? Und worin unterscheiden Sie sich?

Welche Techniken gibt es und wie werden Sie angewandt?

Viele denken bei dem Thema Website Evaluation sicherlich sofort an A-B-Testing oder Multivariate Tests. Diese beiden Testverfahren zählen auch zu den wichtigsten quantitativen Verfahren und geben Auskunft über den Erfolg oder Misserfolg anhand repräsentativer Klickzahlen.

Während das Multivariate Testing die Kombination mehrere Variablen auf einer Website untersucht, werden beim A-B-Testing lediglich zwei Optionen gegenübergestellt: die alte Website und das neue Layout.

Sie interessieren sich nicht für die Klickraten sondern wollen ehrliches, ungefiltertes Feedback? Dann sollten Sie sich etwas näher mit Customer Panels oder Online-Umfragen nach dem Kano-Modell beschäftigen. Diese qualitativen Methoden können entweder vor oder nach einem Launch zum Einsatz kommen.

Worin unterscheiden sich die Methoden zur Evaluierung der Maßnahmen?

A-B-Testing & Multivariate Tests
Erwartungshaltung:
„Ich brauche Fakten, Fakten, Fakten. Zahlen sind ein wichtiges Kriterium für den Erfolg oder Misserfolg des Launch.“

Pro:
Unkompliziertes Setup und einfache Handhabung.
A-B-Testing ist vergleichsweise einfach und bei fast allen Tools brauchen Sie sich keine Gedanken um Variablen, Page Name Konzepte etc. zu machen.

Contra:
Aufwendiges Monitoring über eine längeren Zeitraum

Customer Panel
Erwartungshaltung:
„Ich möchte die ungefilterte Meinung der Kunden!“

Pro:
Ergebnisse schnell zur Hand
Umsetzung muss noch nicht unbedingt online sein
Man kann mit Prototypen arbeiten.

Contra:
Aufwendig in der Organisation

Online-Umfrage nach Kano-Methode
Erwartungshaltung:
„Ich möchte eine Auskunft zu bestimmten, von mir priorisierten, Themenbereichen!“

Pro:
schnell umsetzbar, einfach in der Auswertung – man kommt schnell an gewünschte Ergebnisse

Contra:
nicht garantierte Teilnahme der User (Response-Quote)

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie: Teil 5 – Roll Out und was Sie dabei beachten sollten.

Susanne Seibold

Susanne Seibold untersucht Online-Shops mit Fokus auf die emotionale Wahrnehmung innerhalb der Zielgruppe. Ihre Leidenschaft gilt dem Joy of Use von Online-Shops und Communities.
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