Das ultimative Google Analytics Dashboard für Produktmanager

Google Analytics beinhaltet eine regelrechte Flut an Daten. Da fällt es schwer, den Überblick darüber zu behalten, welche Daten wirklich relevant sind. Das konversionsKRAFT Google Analytics Dashboard für Produktmanager ist ein Quickwin, mit dem Du die aktuelle Performance Deines Onlineshops auf einen Blick siehst und akute Probleme schnell erkennst.

In nur drei Minuten installiert, zeigt Dir unser Google Analytics Dashboard eine kompakte und smarte Übersicht:

  • Wie gut läuft Dein Onlineshop aktuell und wie haben sich die Anzahl an Nutzern und Bestellungen entwickelt?
  • Welche Produkte finden die Nutzer interessant, werden aber dennoch nicht gekauft?
  • Wonach suchen Deine Nutzer konkret?
  • Und gibt es aktuell technische Probleme, die es schnell zu fixen gilt?

Unser Dashboard fasst all diese nützlichen Infos auf zwei Seiten zusammen und lässt Dich die Daten nach Device- und Nutzer-Typ filtern sowie schnell und einfach mit anderen teilen. Statt Dich einzuloggen und Berichte zu suchen, nutze Deine Zeit, um die Performance Deines Shops zu optimieren!

So startest Du das Google Analytics Dashboard

1. Melde Dich in dem Google-Konto an, das Du auch für Google Analytics nutzt.

2. Rufe hier das konversionsKRAFT Dashboard Template auf und erstelle eine Kopie des Dashboards, um es mit Deinem Google Analytics-Konto zu verknüpfen. Eine Kopie kannst Du oben rechts über den entsprechenden Button anlegen.

Dashboard_Kopie_erstellen.jpg

3. Nun öffnet sich automatisch ein Dialogfenster. Verknüpfe Dein Dashboard mit Deinen Daten, indem Du unter “Neue Datenquelle” Dein Google Analytics-Konto auswählst. Klicke anschließend auf “Bericht erstellen”.

neue_Datenquelle_angeben.jpg

4. Fertig. Das Dashboard lädt nun die Daten aus Deinem Google Analytics-Konto.

Der Onlineshop-Check für Produktmanager auf einem Blick: Wie gut performt der Shop aktuell?

Was zeigt Dir unser Dashboard konkret? Das Dashboard besteht aus zwei Seiten, zwischen denen Du oben links oder unter “Ansicht” wechseln kannst. Die erste Seite zeigt, wie gut Dein Shop im betrachteten Zeitraum performt. In der Kopfzeile siehst Du hierzu die relevanten KPIs, jeweils mit der prozentualen Veränderung zum vorigen Zeitraum (Vorwoche, Vormonat o.ä.).

Zu den KPIs gehören:

  • Anzahl an Nutzern
  • Anzahl an Bestellungen
  • Conversion Rate (Bestellungen / Sitzungen)
  • erzielter Umsatz
  • “Average Order Value” (kurz AOV), also der durchschnittliche Bestellwert

Diese KPIs und der jeweilige Vergleich zum Vorzeitraum geben Dir auf die Schnelle einen Überblick, wie viele Nutzer im Shop waren, wie viel verkauft und wie viel Umsatz gemacht wurde. Conversion Rate und AOV geben Dir zudem einen schnellen Überblick, wie gut der Traffic in Bestellungen und Umsatz konvertiert wird.

Dashboard

1 – Trendverlauf der Nutzer und Bestellungen

In Bereich 1 siehst Du den Trendverlauf der Nutzer (in rot) und der Bestellungen (in schwarz). Die jeweils hellere Linie zeigt den vorherigen Zeitraum. So kannst Du im Detail sehen, wie sich Nutzer und Bestellungen entwickelt haben und an welchen Tagen es ggf. viele Nutzer, aber wenige Bestellungen gab.

2 – Produkt-Kategorien

Unter den Trendlinien (Bereich 2) findest Du die Performance der Produkt-Kategorien: Welche Produkt-Kategorien wurden häufig aufgerufen (siehe erste Spalte “Product Detail Views”), welche häufig in den Warenkorb gelegt (siehe zweite Spalte “Product Adds to Cart”) und in welchen Kategorien wurde viel bestellt (siehe letzte Spalte “Quantity”).

Diese drei Metriken kannst Du quasi als kleinen Conversion-Funnel ansehen:

a) Welche Produkte ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich?

b) Welche Produkte sind attraktiv für die Nutzer?

c) Welche Produkte werden schließlich auch gekauft?

Die Metriken erfordern von Deiner Tracking-Implementierung das sog. Enhanced-E-Commerce-Tracking, damit zum einen die Produkte in Kategorien gruppierbar sind, zum anderen neben der Bestellung auch Nutzerinteraktionen wie “Produktdetailseite aufgerufen” und “In den Warenkorb gelegt” erfasst werden.

Falls Du diese Tracking-Erweiterung noch nicht hast umsetzen lassen, tu dies möglichst bald. Mit den dann zur Verfügung stehenden Daten kannst Du schnell und einfach erkennen, für welche Produkte sich Nutzer interessieren, aber aus bestimmten Gründen doch nicht bestellen. Oder welche Produkte im Warenkorb liegen gelassen werden.

3 – Nutzer und Umsatz pro Nutzer nach Traffic-Kanal

In Bereich 3 siehst Du im Balkendiagramm Nutzeranzahl (rote Balken, linke Skala) und Umsatz (graue Balken, rechte Skala) je Traffic-Kanal. So siehst Du, welcher Kanal hochwertigen Traffic in den Shop bringt. Mit den Filtern rechts daneben kannst Du zudem erkennen, welche Kanäle neuen Traffic bringen und welche Kanäle besonders für Mobile-Traffic sorgen.

4 – Insights

“It’s not the ink, it’s the think” – Gewinne aus den Daten Wissen und Insights. Die Daten für sich allein haben noch keine wirkliche Aussagekraft. Durch Analyse und Interpretation lassen sich Erkenntnisse und Schlussfolgerungen gewinnen. Deswegen bietet das Dashboard die Möglichkeit, die Tabellen und Diagramme mit Text (Bereich 4) zu ergänzen und zu kommentieren. Die bereits eingetragenen Fragen können vielleicht ein paar Denkanstöße bei der Datenbetrachtung geben und erinnern einen daran, die Daten auf jeden Fall auch segmentiert / gefiltert zu betrachten und Zeiträume zu vergleichen.

Besonders, wenn Du das Dashboard mit anderen im Unternehmen teilst, können Anmerkungen / Hinweise aber auch Fragen an die Kollegen zu etwaigen Auffälligkeiten helfen, echte Insights aus den Daten zu gewinnen.

Eine gute Hilfe ist die Warum-Frage:

  • Warum ist das so?
  • Warum haben sich die Zahlen verändert?

Wenn man gemeinsam mit anderen nach möglichen Ursachen hinter den Daten sucht, werden oft bisher nicht beachtete Zusammenhänge aufgetan.

Der Gesundheitscheck auf einen Blick: Gibt es technische Probleme?

Dashboard_Gesundheitscheck

Die zweite Seite des Dashboards hilft Dir zu erkennen, ob der Shop aktuell technisch einwandfrei läuft oder ob die Nutzer Probleme haben.

5 – Wie gut funktioniert die Webseite auf Mobile oder Tablet?

In Bereich 5 sind Sitzungen und E-Commerce Conversion Rate pro Device-Typ angezeigt:

  • Wie weit liegen die Device-Typen hier auseinander?
  • Gibt es eventuell Probleme auf Mobile- und Tablet-Devices, welche die Performance drücken?

6 – Gibt es Probleme mit bestimmten Browsern?

Gleich rechts daneben (Bereich 6) sind die Absprungraten je Browser zu sehen.

  • Gibt es unter den Browsern Ausreißer nach oben?
  • Wird der Shop in diesen Browsern eventuell fehlerhaft dargestellt?

Auffälligkeiten sollten zügig überprüft werden.

7 – Wonach suchen die Nutzer auf der Website?

Links unten (Bereich 7) werden die Suchbegriffe gelistet, welche die Nutzer in die Onsite-Suche eingegeben haben. Die Search Exits geben in Prozent an, wie häufig die Suche erfolglos bleibt und der Shop deswegen verlassen wird.

In der Spalte “Order Complete” steht sozusagen das Gegenteil:

  • Wie oft führte die gestellte Suchanfrage zu einer erfolgreichen Bestellung?

Spannend ist hier zu betrachten, welche Suchanfragen häufig zu einem Exit führen, obwohl der gesuchte Artikel doch eigentlich im eigenen Sortiment angeboten wird:

  • Funktioniert die Onsite-Suche eventuell nicht ausreichend?
  • Werden die Produkte nicht richtig indexiert?

Gleichzeitig gibt diese Auflistung einen Einblick, wofür sich die Nutzer interessieren und wonach sie explizit suchen. Ideale Denkanstöße, welche Produkte mehr in den Mittelpunkt gerückt werden könnten.

8 – Wo steigen die Nutzer ein? Gibt es Probleme beim Einstieg?

Unten rechts (Bereich 8) werden die Einstiegsseiten gelistet:

  • Welche Einstiegsseite sorgt für viele Absprünge, trifft also nicht die Nutzerintention?

Zusätzlich wird die durchschnittliche Seitenladezeit angezeigt. Außergewöhnlich hohe Seitenladezeiten sollten optimiert werden, um die Nutzer nicht mit Wartezeiten zu verschrecken.

Ein regelmäßiger Blick auf diese Seite des Dashboards kann verraten, ob am Shop etwas kaputt gegangen ist.

Tipp: Custom Alerts zum Monitoring von Problemen nutzen

custom_alert_Absprungrate.jpg

Ein weiterer nützlicher Helfer ist die Custom Alert-Funktion von Google Analytics. Google benachrichtigt einen per E-Mail, wenn eine definierte Regel zutrifft. So geht zum Beispiel eine E-Mail an mich raus, wenn die Absprungrate der neuen Nutzer sprunghaft um 20% oder mehr ansteigt.

Du bist Produktmanager und möchtest Dein Dashboard mit Kollegen teilen oder individuell anpassen? Kein Problem!

Da jeder Onlineshop und das Geschäftsmodell dahinter seine Eigenheiten haben, lässt sich das Dashboard natürlich noch anpassen und verfeinern, um noch besser zum eigenen Shop zu passen. Dafür kann man mit dem Button oben rechts die Ansicht auf “Bearbeiten” wechseln und die Elemente löschen, verschieben, ersetzen oder weitere hinzufügen. Das neue Visualisierungs-Tool “Google Data Studio” ist zwar noch etwas “frickelig” zu bedienen, dafür lassen sich recht einfach mehrere Datenquellen in einem einzelnen Dashboard nutzen und kombinieren. Auch lassen sich simpel neue Messwerte erstellen, deren Gleichung zur Berechnung man sich per Drag & Drop im Editor zurechtziehen kann, wie z.B. eine Add-to-Cart-Rate.

neuen_messwert_erstellen.jpg

 

Welche Reports habt Ihr Eurem konversionsKRAFT-Dashboard hinzugefügt? Welche Messwerte habt Ihr Euch zusätzlich erstellt? Lasst es uns und die anderen Leser wissen und von Euren Erfahrungen profitieren!

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Florian Möller Florian Möller ist Senior Consultant im Bereich Web-Analytics bei konversionsKRAFT (Web Arts AG). Zudem ist er als Product Owner für die Weiterentwicklung des Bereichs Web-Analytics verantwortlich. Erfahren Sie mehr über Florian auf Xing.

4 Reaktionen auf  “Das ultimative Google Analytics Dashboard für Produktmanager”

Kommentare

  1. Markus Frick Markus Frick

    Schöner Artikel und ordentliches Template.

    Kleine Anmerkung:
    Der Leser vermisst beim letzten Absatz „Du bist Produktmanager und möchtest Dein Dashboard mit Kollegen teilen […]“ noch die Beschreibung des (von GDrive gewohnten) Sharing-Prozesses (oder?).
    Die bist du noch schuldig 🙂

    VG,
    Markus

  2. Marcel Marcel

    Schöne Idee mit dem Dashboard.

    Kleiner Hinweis noch: Damit das alles wie in der Anleitung beschrieben funktioniert, muss man zunächst vorher die Datenquellen im über das Dashboard vom Data-Studio angelegt und die gewünschte Property händisch verknüpft haben.

    Erst dann funktioniert die Anleitung wie hier im Artikel beschrieben. Das war zumindest bei mir der Fall.

    Viele Grüße
    Marcel

  3. Florian Möller Florian Möller

    Hallo Marcel,

    ja, da hast Du Recht 🙂 Danke Dir für den Hinweis!

    Viele Grüße
    Florian

  4. Florian Möller Florian Möller

    Hallo Markus,

    stimmt, das habe ich gar nicht beschrieben. Du hast die Lösung aber schon genannt 🙂 Das Dashboard kann wie ein ganz normales Drive-Dokument geteilt werden.

    Viele Grüße
    Florian

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