Von André Morys | Hintergründe | 5 Reaktionen

Ist die Usability-Forschung wirklich tot?

Conversion Optimierung wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor weil organisches Wachstum sinkt. 2010 erleben wir den Beginn eines Hypes – und den Beginn interessanter Diskussionen, z.B.:

Was ist der ROI von Usability-Analysen? Ist das Wissen über die erwartungskonforme Bedienung von E-Commerce-Systemen inzwischen so weit verbreitet, dass wir gar keine Usability-Forschung mehr brauchen? Stimmen die Ziele der Usability, u.a. die Effizienz der Bedienung, mit den Zielen der Conversion Optimierung überein?

Ist „Usability“ etwas ein Hygienefaktor geworden?

Normierung plättet Divergenz.

Stimmt das?

Usability-Forschung

Viel spannender als einen Pseudo-Experten-Beitrag über so ein komplexes Thema zu schreiben finde ich es, die Diskussion unterschiedlicher Experten zu diesem Thema zu beobachten. Angestoßen vor einiger Zeit von Gabriel Beck (Danke an dieser Stelle dafür!) , haben sich ein paar höchst interessante Thesen zu diesem Thema gesammelt, eine der letzten lautet „Normierung plättet Divergenz“.

Die Diskussion fördert in meinen Augen die Klarheit zur Differenzierung der Begriffe CRO und Usability-Forschung.

Wer daher Lust hat, in diese Diskussion einzusteigen (ja, es darf gestritten werden!) ist aufgefordert hier mit zu machen:

https://www.xing.com/net/conversion-optimization/stellen-sie-ihre-fragen-564011/usability-stirbt-es-lebe-die-conversion-optimierung-33733484/

Viel Spaß!

André Morys

André Morys

André Morys, Jahrgang 1974, ist Autor des Buches „Conversion Optimierung“ und Vorstand von konversionsKRAFT – Deutschlands führender Agentur für Conversion Optimierung.

konversionsKRAFT beschäftigt über 70 Mitarbeiter an vier Standorten und betreut ein Lead-/Retailvolumen von über 7 Milliarden Euro. André Morys ist Initiator und Gründer der Global Optimization Group.

Zu den Kunden zählen namhafte nationale und internationale Onlinehändler, Finanzdienstleister und Markenhersteller, denen konversionsKRAFT geholfen hat, die Konversionsrate teilweise mehr als zu verdoppeln.

Die Artikel von André Morys auf dem konversionKRAFT Blog werden von Fach und Publikumsmedien gleichermaßen aufgegriffen. Artikel, Interviews und Beiträge von André Morys sind bislang bei t3n, AdZine, iBusiness.de, webselling, Website Boosting, InternetWorld und vielen weiteren Magazinen erschienen.

Er ist zusätzlich als Dozent an der Fachhochschule Würzburg tätig und hält zahlreiche Keynotes und Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen zu den Themen E-Commerce, Optimierungsstrategien und Conversion Optimierung.

2009 und 2018 wurde André Morys als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands von der Universität St. Gallen im Rahmen der Initiative “Top-Job” ausgezeichnet.

2010 wurde die Web Arts AG (konversionsKRAFT) als einer der innovativsten Unternehmen Deutschlands von Lothar Späth im Rahmen der Initiative „Top 100“ ausgezeichnet.

André Morys ist Organisator und Veranstalter des growthmarketingSUMMIT, der jährlichen Fachkonferenz für Conversion Optimierer und Onlinemarketer.

Frage zum Artikel? Frag den Autor!

5 Reaktionen auf „Ist die Usability-Forschung wirklich tot?

  1. Da schon mehr als 30 Kommentaren in XING, platziere ich meine Anmerkungen mal hier …

    Nein, die Usability-Forschung ist natürlich nicht tot … und auch in der Zukunft wird es nötig sein, dass Usability an Hochschulen gelehrt wird, von Wissenschaftlern und Praktikern wie uns beiden.

    Denn … Usabiliy-Forschung ist:

    – Web-Usability Analyse
    – Analyse und Optimierung von mobilen Anwendungen und Endgeräten
    – Gebrauchtstauglichkeit-Tests für Unterhaltungselektronik (z.B. Spielkonsolen) und Haushaltsgeräte (z.B. Waschmaschinen)
    – Software-Usability Optimierung
    – Analyse von Bedienungsanleitungen
    – Usability von Alltagsgeräten, wie z.B. Wasserhähnen, Bedieneinheiten in Fahrstühlen, PKW-Steuerung und vielen weiteren Geräten.

    Da geht der Forschungsbedarf nicht aus, und viele Firmen dieser Welt wären ohne Usability-Forschung bei Weitem nicht so erfolgreich wie sie heute sind.

    Web-Usability lebt auf, durch CRO und die damit zusammenhängende Aufmerksamkeit in der Fachwelt.

    Werden doch auf diese Weise die etablierten Verfahren der Usability-Forschung für Unternehmen, Anspruchsgruppen darin und Tätigkeitsfelder in den Unternehmen erschlossen, die bisher noch nicht auf die Idee gekommen sind in Eyetracking, Maustracking, Tiefeninterviews, Verhaltensbeobachtung, Aktivierungsmessung, Befragung der User Experience etc. zu investieren.
    CRO erschließt so ganz neue Kundengruppen und Anwendungsfelder für Usability-Verfahren und Usability-Forscher.

    Wo sollte also Grund zur Trauer sein?

    Ich denke die Usability-Forscher dieser Welt werden mit einem Lächeln auf Ihre Bilanzen 2010 blicken und mit Freude und Zuversicht in das kommende Jahr.

    • Ich möchte mal etwas ganz anderes in die Waagschale werfen:

      Wie sieht es denn mit dem Interesse der User im Netz da draußen aus? Dieses Interesse kann man sehr schön in Such-Anfragen ausdrücken. Und genau die hab ich mir mal angeschaut für den Begriff „Usability“

      Zeitraum 2004 bis heute
      http://www.conversiondoktor.de/wp-content/downloads/usability-stirbt.jpg

      Meinungen dazu?

      • Bitte denkt daran: die eigentliche Diskussion ist auf XING, stellt Eure Beiträge doch bitte dort auch ein!

        • Hallo Gabriel,

          vielen Dank für den Chart … meine Meinung dazu:
          Interessant.

          Und ich lese da einiges raus … – aber was kann ich damit anfangen? Muss ich beim Interpretieren nicht vorsichtig sein, brauch ich nicht mehr Daten?

          Als Forscher drängt sich mir zunächst diese Frage auf:
          WER hat denn 2004 nach Usability als Begriff in Google gesucht, WER sucht heuer wohl nach dem Begriff?
          MIT WELCHEN INTENTIONEN wird danach gesucht?

          Könnten das nicht vielleicht andere Personen und anderen Suchintentionen sein, 2004 vs. 2010? Könnten die, die 2004 nach Usability suchten ggf. in 2010 gar keinen Bedarf mehr an Google haben, um z.B. Info- und Wissensportale zu Usability zu finden? Sind hier und ggf. auch im Bereich der Usability-Dienstleister die Claims vielleicht in 2010 stärker abgesteckt als in 2010? Hat sich die Bekanntheit der Portale und Dienstleister im Usability-Bereich nicht in den letzten Jahren derart gesteigert, dass man per URL Eingabe auch zum Ziel kommt? ….

          Spannenden Fragen und erst wenn die geklärt wurden, dann würde ich aus den Daten meine Schlüsse ziehen. Ohne dieses Wissen, z.B. über einen Nutzerbefragung ermittelt, wäre es Lesen in den Daten ganz schön riskant.

          Ganz spontan – und weil Du gefragt hast: Ich nehme mit, dass der Usability-Markt und Usability allgemein erwachsen geworden ist, ein reifer Markt.
          Das finde ich weder gut noch schlecht.

          • Bitte entschuldigt die Fehler im Satzbau, in der Rechtschreibung … habt Nachsicht :).

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