Von André Morys | Studien | 5 Reaktionen

Konversionsrate im Checkout-Prozess erhöhen

ElasticPath untersuchte bereits im letzten Jahr die 100 größten US-Online-Shops auf der Suche nach Korrelationen zwischen spezifischen Lösungen und deren Auswirkung auf die Konversionsrate von Shops.

Die Ergebnisse dieser Studie lassen sich unter http://www.getelastic.com/ecommerce-checkout-report/ kostenlos als PDF laden.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Je nach Branche haben verschiedene Features unterschiedliche Wirkung. Ein Support-Chat kann im Bereich Mode und Textilien die Konversionsrate deutlich steigern während das gleiche Feature im IT-Bereich für signifikant niedrigere Konversionsraten sorgt, eine Erkenntnis, die das Motivation Lab als individuelle Maßnahme zur Kontrolle der Motivationsleistung begründet
  • „Transparenz“ zeigt sich überall als Meta-Feature: Alle Maßnahmen, die signifikant die Conversionrate erhöhen, sorgen für mehr Transparenz beim Nutzer. Sei es das Anzeigen der Artikel im Warenkorb schon vor dem Checkout, etc. – jede Maßnahme, die die Transparenz erhöht, erhöht auch die Konversionsrate
  • Ausnahme Versandkosten: Wer die Versandkosten erst spät im Checkout verrät, erhöht die Konversionsrate um fast 1% . Hierzu habe ich eine differenziert Meinung – wer kundenorientiert denkt und von Anfang an geringe Versandkosten ausweist kommt auf eine noch größere Steigerung im Sinne einer CRO.

André Morys

André Morys ist Gründer und Vorstand von konversionsKRAFT und beschäftigt sich seit 1996 mit der Conversion Optimierung von Websites und Onlineshops. André Morys ist Dozent für User Experience an der TH Mittelhessen und Autor des Fachbuchs "Conversion Optimierung". Er ist häufiger Sprecher und Moderator auf Konferenzen.
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5 Reaktionen auf „Konversionsrate im Checkout-Prozess erhöhen

  1. Das klingt sehr spannend. Ich werde mir die Studie mal reinziehen.

    • Zu Punkt 3 (Versandkosten):
      Da gebe ich Ihnen Recht Herr Morys. Wer hohe Versandkosten verlangt, hat natürlich auch höhere Absprungraten (schon vor dem Checkout), wenn er diese transparent von Beginn an zeigt. Viele, die gar nicht bemerken, dass sie gar nicht wissen, wie hoch die Versandkosten sind, haben dann schon ihre ganzen Daten eingegeben und sind nur noch aus Bequemlichkeit committed. Ob die dort aber nochmal bestellen ist fraglich…
      Solche Shops steigern sich durch so einen Trick vielleicht von schlechten 1% auf 2%.

      Ich denke, niedrige Versandkosten, die von Anfang an transparent kommuniziert werden, lassen nicht nur die Absprungsrate vor dem Checkout deutlich senken, sondern tragen auch zu einer nachhaltigeren Strategie der Kundenbindung bei..

      Schönen Gruß,
      Volker.

      • Vielen Dank für die Anmerkung, Transparenz ist wichtig – es macht Sinn die Korrelation zwischen Versandkosten und Konversionsraten genau zu kennen, eventuell lässt sich das in einem Probandentest (Motivation-Lab) testen um (teure) Fehlentscheidungen zu vermeiden.

        • Ich habe den Eindruck, dass User mittlerweile nicht mehr aus „Bequemlichkeit“ eine Bestellung vollenden, weil sie bereits die Daten eingegeben haben. Der User wird immer anspruchsvoller und kritischer. Ausserdem kostet ein Stammkunde den Shopbetreiber weniger Geld als ein Einmal-Besteller. etc.

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