Von Susanne Seibold | Trends | 0 Reaktionen

Ad Tech 2009 in London – Die Fortsetzung…

Ad Tech London 2009

Der zweite Tag auf der Ad Tech in London startet für mich mit einer Case Study über das Thema „Building an online strategy from a powerful offline brand“. Dass das vorgestellte Community-Konzept einer britischen Zeitung noch nicht online ist, sondern kurz vor dem Launch steht lässt natürlich noch einige Vermutungen über die Wirksamkeit und den Erfolg offen.

In der nächsten Diskussionsrunde wird es schon etwas konkreter:

Was bedeutet „Advanced Customer Engagement“ für das digitale Zeitalter?

Es geht nicht mehr um die Frage „Was bringt uns der Kunde?“ sondern „Was können wir für unseren Kunden tun?“. Ich bin wirklich überrascht und erleichtert, da ich das Gefühl habe, dass sich immer mehr Unternehmen, ob groß oder klein, mit diesem Thema auseinandersetzen. Auch hier spielen Nutzerorientierte Services eine wichtige Rolle und Beispiele von Cisco, British Gas oder Lonley Planet machen deutlich, warum das so ist.

IP Geolocation

Nach der ersten Pause geht es weiter mit einem Vortrag von Ken Penny, Director of Internet Planning and General Manager, Continental Airlines. Er sprach über das Thema IP Geolocation und wie sich damit die Konversionsraten in die Höhe treiben lassen.

Continental Airlines nutzt IP Geolocation als Marketingtool, um damit die Relevanz der Werbeangebote gegenüber potenzieller Kunden zu erhöhen. Die Click-Through-Rates mit IP Geolocation waren im Anschluss um ein vielfaches höher als ohne IP Geolocation. Auch wenn dieses Thema nicht ganz neu ist, so kann zumindest gesagt werden, dass sich die dahinterstehende Technologie mittlerweile stark verbessert hat und beinahe eine 100%-ige Zuverlässigkeit bietet. Ich bin gespannt, wie sich dieses Thema zukünftig etablieren wird!

Broadcasting vs. Engagement

Die nächste Diskussionsrunde beschäftigt sich intensiv mit zwei Modellen, die um den ersten Platz kämpfen: Broadcasting vs. Engagement. Doch worin unterscheiden sich die beiden Ansätze?

Broadcasting zeichnet sich vor allem dadurch aus, eine Botschaft an eine möglichst große Gruppe auf nur einen Schlag zu übermitteln. Was dann passiert bleibt häufig dem Zufall überlassen.

Anders lässt sich das Engagement Modell beschreiben: Dieser Ansatz berücksichtigt die proaktive Einbeziehung und individuelle Kommunikation zu kleineren Gruppen oder Einzelpersonen.

Expedia stellt in diesem Fall ein Best-Practice-Beispiel dar: Expedia-Kunden werden auch nach der Buchung oder sagen wir nach der eigentlichen Konversion lückenlos betreut, indem das Online-Reiseportal bspw. Reminder mit Checklisten und individuellen Informationen über die Reiseorte an die Kunden sendet.

Unternehmen, die sich intensiv mit den Bedürfnissen und Emotionen ihrer Kunden beschäftigen, können nur gewinnen – so die einstimmige Meinung.

Ad Tech London 2009

Mein persönliches Fazit zur Ad Tech 2009 in London:

Der erste Kongresstag fing etwas träge an, doch gestern gab es dann doch noch das ein oder andere Highlight, gerade was die Best-Practice-Beispiele von kleinen Online-Portalen bis hin zu großen Konzern betrifft.

Susanne Seibold

Susanne Seibold untersucht Online-Shops mit Fokus auf die emotionale Wahrnehmung innerhalb der Zielgruppe. Ihre Leidenschaft gilt dem Joy of Use von Online-Shops und Communities.
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