Von Susanne Seibold | Trends | 3 Reaktionen

Von Social Media Fans, Emotional Power Vertretern und Media Multi-Taskern!

Gestern war es soweit: die Ad Tech in London öffnete ihre Tore und für zwei Tage treffen sich hier Menschen aus allen Branchen. Brand Experten, Brand Owner und die die es gerne mal werden möchten diskutieren über die neuesten Trends in der digitalen Medienlandschaft und geben die eigenen Case Studies zum Besten – klingt heiß? Ist aber leider nur eine lauwarme Angelegenheit! Doch jetzt mal von Anfang an…

Der erste Kongresstag ist vorbei und nach einem lecker Essen, netten Smalltalks und einer ausgeschlagenen Party-Einladung möchte ich nun noch ein paar Dinge festhalten, die diesen Tag zum Besten geben:

Brands, Brands und noch mal Brands

Einer der ersten Vorträge „Best practices in branding: How to build your brand across media channels without increasing your ad budget.“ war sehr interessant und viel versprechend. Vor allem gab es interessante Beiträge von den Vertretern von Nike, Monster oder dem Time Out Magazin London über die Frage, wie sich Brands im heutigen, doch sehr komplexen, Online-Medien-Dschungel zurecht finden und darüber hinaus eine nachhaltig positiv wirkende Kommunikation forcieren. Hier ein paar Ansätze:

  • Ansprache der Zielgruppe über sehr emotionale Botschaften
  • Kostenlose, Nutzerorientierte Services; so konnte sich z.B. Nike mit Konzepten wie Nike+ im Social Media Umfeld erfolgreich etablieren
  • Gut durchdachte Eintrittsstrategie für Social Media Aktivitäten: wirkt es zu plump schalten die User auf stur

Social Media und Online-Engagement

Dass das Thema Social Media auf der diesjährigen Ad Tech eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen wird, war mir bereits nach dem Blick ins Kongressprogramm klar. Denn wo sonst, kann man sich so schön austoben und mit der Gründung von Facebook-Fanseiten (Markenidentifikation) oder Einstellen von YouTube Videos (Markenbekanntheit) experimentieren.

In diesem Zusammenhang wird auf der diesjährigen Ad Tech auch verstärkt von Online-Engagement gesprochen. Die Experten versprechen sich viel von Online-Communities und setzen diese bereits heute als Teil der Kommunikationsstrategie ein. Soziale Netzwerke sind für Marken wichtiger denn je. Unternehmen versprechen sich langfristige Erfolge und investieren verstärkt in Facebook, Twitter & Co.

Oder um es in den Worten von Ed Elworthy, Brand Communications Director, Nike auszudrücken: „You have to be in!“

 

Ad Tech goes Twitter

Ein interessanter Zug: Jede Präsentation konnte Mittels eines eigenen Hashtags (#adtechlondon) live vom Auditorium kommentiert werden. Die Live-Kommentare wurden in einigen Panels vorne eingeblendet. Damit gewährten uns die Veranstalter einen tiefen Einblick in die aktuelle Stimmungslage im Publikum, nur schade, dass ich die Kommentare aus der 5. Reihe nicht mehr lesen konnte. Aber ich hab ja noch mein iPhone!

Mein Fazit zu Tag 1:

Ich habe gemerkt, dass die Themen-Schwerpunkte der diesjährigen Ad Tech den Nerv der Unternehmen treffen, die Erwartungen an die Veranstaltung selbst jedoch höher sind. In den Panels wurden Ansätze und Strategien diskutiert, die für einen guter Online-Marketer zum Basis-Wissen gehören. Für Unternehmen, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Online-Vermarktung und deren Vorgehensweisen auseinandersetzen sicherlich interessant, für Menschen, die so wie ich auf der Suche nach den neuesten Trends und Best-Practice-Beispielen sind fiel der erste Tag jedoch eher unbefriedigend aus.

Doch das kann ja noch werden: Gleich fangen nämlich die nächsten Vorträge an und irgendwie freue ich mich schon.

Susanne Seibold

Susanne Seibold untersucht Online-Shops mit Fokus auf die emotionale Wahrnehmung innerhalb der Zielgruppe. Ihre Leidenschaft gilt dem Joy of Use von Online-Shops und Communities.
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    3 Reaktionen auf „Von Social Media Fans, Emotional Power Vertretern und Media Multi-Taskern!

    1. „You have to be in“ klingt ein bisschen nach Boris Becker: „Ich bin drin!“ Es überrascht nicht, dass soziale Netze erst als Marketing-Instrument erkannt werden, wenn schon wieder alles zu spät ist. Das war ja beim Web 1.0 auch schon so, mit den Möglichkeiten die das Internet als Vertriebsplattform bietet konnte sich auch niemand anfreunden…

      • Ich war letztes Jahr auf der ad:tech in London und hatte das Gefühl, 2-3 Jahre in die Zukunft gebeamt zu werden. Wahnsinn. Der Reifegrad und das Verständnis von Trends und Einflussfaktoren sind Lichtjahre weiter – verglichen mit dem gestrigen Eindruck der Hostessen-Show „dmexco“ … Ich kann daher jedem empfehlen, die 200 Euro für einen Flieger nach London zu investieren.

        • „Hostessen-Show“ LOL :-))) da wurde wohl wieder mal das Prinzip der „emotionalen Aktivierung“ gründlich missverstanden

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