Mobile Couponing – Trend oder Conversion Trigger?

Wer mag keine Rabatte? Ich bekomme einen Gutschein nach dem regulären Wocheneinkauf an der Kasse. Diesen kann ich beim nächsten Einkauf für ein spezielles Produkt einlösen. Ganz schön clever. So komme ich als Kunde wieder in Laden und probiere dabei gleichzeitig neue Produkte aus. Das Prinzip funktioniert gut. Wie sieht es aber mit einem Smartphone aus?

Rabatt-Trend: Couponing

In der Einleitung genanntes Beispiel kennt bestimmt jeder von seinem Einkauf im Supermarkt. Auch Groupon als Unternehmen hat man bestimmt schon einemmal gehört.

Es werden bestimmte Produkte oder Dienstleistung unter Verwendung der Verknappungstaktik (zeitlich oder mengenmäßig begrenz) angeboten. Natürlich gibt es ordentlich Nachlässe und Rabatte. Das lockt Kunden an.

Mobile Couponing - Verknappung

Es funktioniert eigentlich ganz einfach: Die Coupon Anbieter (bspw. Coupie, Groupon, MyDeal) bekommen Angebote von Unternehmen zugespielt. Diese werden dann auf der Webseite des Anbieters angezeigt oder sind über eine App abrufbar. Wer den Newsletter abonniert hat, kann auch Werbemails mit speziellen Bar- oder QR-Codes erhalten. Diese werden dann beim Kauf einfach vorgezeigt.

Warum gerade Mobile Couponing?

Smartphone Nutzer lieben die mobile Freiheit. Mit einer Coupon-App auf dem Smartphone, kann man sich jederzeit darüber informieren, welches Restaurant in der näheren Umgebung passende Angebote hat.

Der Reiz liegt also darin, dass man sich flexibel und dem Ort angepasst (durch Location-Based-Services), seine individuellen Rabattmarken abholen kann. Viele Smartphone-Shopper sind Impulskäufer. Das heisst es wird On-Demand eingekauft, wenn der Bedarf entsteht.

Das sind digitale Rabattmarken

Zwei Modelle haben sich etabliert. Modell Pre-Sale: Es wird ein Deal angeboten, der vorher gekauft und bezahlt werden muss. Danach kann ich die erworbene Leistung einfordern.

Charmanter ist das Modell "abreißen": Hier erhält man in der App die Möglichkeit, einen digitalen Papierfetzen abzureißen. Dies kann zu jederzeit passieren, wenn der Coupon gebraucht wird. Die Rabattierung des Preises erfolgt vor Ort.

Mobile Couponing - abreissen

Coupons sind jenseits des Teiches schon lange üblich. Das zeigt auch das kommende Update für das iPhone. Das Betriebssystem iOS 6 enthält sogar eine App für diesen Zweck. Passbook heisst sie und verwaltet Coupons, Kino- oder Bordkarten und Kundenkarten. So wird auch das deutsche Gemüt an diesem Phänomen nicht mehr vorbei kommen.

Lösen Coupons den Newsletter ab?

Für mich ist der Coupon eine weitergeführte und ergänzende Form des Newsletter-Marketings. Die Kunden schauen regelmäßig nach Sonderaktionen ihres Lieblingsunternehmens. Wiederverkäufe und Kundenloyalität werden gefördert.

Mobile Couponing - Coupies Coupon Agebote

Bei der zweiten Variante entdeckt der nichts ahnende Neukunde eine für ihn interessante Offerte. Genau darin liegt der Reiz: ist der Kunde zufrieden, haben Sie erfolgreich konvertiert. Dies ist eine echte Conversion. Durch virale Verbreitung oder positive Mundpropaganda steigern Sie auch langfristig die Conversion Rate. Leider ist sie nur sehr schwer messbar.

Fazit

  • Mobile Couponing ist gerade erst am Durchstarten
  • Geschickter Einsatz kann zu höherer Reichweite führen
  • Neue Kunden = mehr Conversions
  • Kunden stellen sich selbst ihren Newsletter zusammen
  • Mehr Kundenbindung = mehr Deckungsbeitrag