Responsive Webdesign vs. Mobile Website im E-Commerce

Früher war das Web noch einfach. Eine Webseite musste nur für eine Auflösung entworfen und entwickelt werden – 640x480 Pixel. Schnell wurden die Monitore größer und die kleinen verschwanden. Gridsysteme wie das 960.gs etablierten sich und man beschränkte sich weitestgehend auf eine Breite von 960 Pixeln. Kleinere Monitore wurden vernachlässigt und Besitzer von größeren Monitoren hatten halt links und rechts viel Freiraum – eine Lösung mit der alle gut leben konnten.

Doch dann stellte Steve Jobs 2007 das iPhone vor und versprach damit normale Internetseiten bedienen zu können. Das hat tatsächlich funktioniert, doch so wirklich Spaß macht es eben nicht. Mittlerweile sind mobile Geräte wie Smartphones und Tablets weit verbreitet und die Zugriffe über diese Geräte nimmt immer weiter zu. Eine Webseite, die nicht für diese Geräte angepasst ist, kann dem Nutzer allerdings keine gute User Experience bieten. Kein Wunder also, dass das Thema Responsive Webdesign sich zu einem der wichtigsten Themen im Onlinebereich entwickelt hat.

Doch im E-Commerce ist davon noch relativ wenig zu spüren. Man findet tatsächlich nur wenige Onlineshops vor, die auf ein Responsive Design setzen und sich flexibel an alle Auflösungen anpassen. Doch woran liegt das?

Responsive Webdesign: Die Allzwecklösung?

Responsive Webdesign hat einen unschlagbaren Vorteil: Eine Webseite für alle Devices und Auflösungen. Inhalte müssen nicht mehrfach angelegt werden, sondern sind für alle Geräte verfügbar. Wie häufig schon habe ich einen Newsletter auf dem Smartphone geöffnet und wurde auf eine Seite geleitet, die es nicht gab, weil sie in der mobilen Variante nicht vorlag.

Zudem passt sich eine responsive Website flexibel an alle Auflösungen an. Es ist also gleichgültig, ob die Seite über ein 27" Display, Netbook, Tablet, Smartphone oder Smart-TV betrachtet wird. Für jedes Device und jede Auflösung stehen alle Inhalte zur Verfügung.

Der Onlineshop von Nixon passt sich flexibel an verschiedene Auflösungen an.

Der Onlineshop von Nixon passt sich flexibel an verschiedene Auflösungen an.

Das klingt natürlich alles gut, allerdings ist es verständlich, dass im E-Commerce noch relativ selten ein Responsive Webdesign zum Einsatz kommt. Ein bestehendes komplexes System lässt sich nicht so einfach auf alle Auflösungen skalieren. Wohin mit den ganzen verwendeten Elementen auf kleineren Bildschirmen? Es steckt ein hoher konzeptioneller Aufwand dahinter die Seiten für alle Auflösungen bedienungsfreundlich zu gestalten und dem Nutzer trotzdem alle Funktionen zur Verfügung zu stellen, die er von der Desktop-Variante gewöhnt ist. Es ist also eine Investition notwendig, die sich erst mal rechnen muss.

Mobile Webseite: Die Speziallösung

Mit den steigenden Zugriffszahlen über mobile Geräte müssen sich E-Commerce Verantwortliche natürlich Gedanken über eine mobile Strategie machen. Haben Sie Ihre Zahlen im Überblick? Mittlerweile sind über 20% der Besuche über mobile Geräte keine Seltenheit. Diese Masse sollte man nicht vernachlässigen. Für diese Nutzer ist es empfehlenswert eine angepasste Seite anzubieten. Nutzer von mobilen Geräten haben durch die geringere Auflösung und die Bedienung über das Touch-Display einige Einschränkungen, denen man entgegen wirken muss.

Deshalb ist es zunächst der leichtere Weg nur die kritischste Masse zu betrachten und für diese Nutzer eine optimierte Seite anzubieten. Häufig sind dies aktuell noch iOS-Geräte wie iPad und iPhone. Je nach Ausrichtung und Zielgruppe des Shops kann dies natürlich mittlerweile schon anders aussehen, allerdings sollte die Vorreiterstellung von Apple im mobilen Sektor aktuell noch in den Zahlen erkennbar sein.

Der Vorteil einer mobilen Webseite für ein oder zwei bestimmte Geräte sind die relativ überschaubaren Kosten. Zudem können Inhalte und Code sehr zielgerichtet für mobile Geräte schlank gehalten werden, was der Performance zugute kommt.

Allerdings hat man zum Beispiel beim Pflegen von Landingpages häufig das Problem, dass Inhalte separat vorbereitet werden müssen, um sie auch für alle Geräte zugänglich zu halten. Zusätzlich bedient man eben nur einen Teil der mobilen Nutzer mit einer optimierten Variante.

Links die mobile Variante von Asos (m.asos.com), rechts die Desktopvariante (www.asos.com)

Links die mobile Variante von Asos (m.asos.com), rechts die Desktopvariante (www.asos.com)

Die Entwicklung des mobilen Markts

Bei der Entwicklung des mobilen Marktes gilt es mehrere Faktoren zu betrachten. Ein Faktor ist die Vorreiterrolle von Apple. Diese Vorreiterrolle schlägt sich zur Zeit noch in den Besuchszahlen nieder, allerdings hat Apple schon längst die Marktherrschaft gegenüber Android verloren. Weitere Systeme wie Windows Phone und Blackberry drängen auf den Markt. Das heißt die mobilen Besuche über andere Plattformen wird stärker zunehmen. Diese Plattformen (ausgenommen Blackberry) sind nicht auf wenige Geräte beschränkt. Jeder Hersteller kann diese Plattformen für eigene Geräte mit eigenen Spezifikationen nutzen.

Kein Hersteller möchte sich das Potenzial des mobilen Sektors entgehen lassen. Jeder Hersteller kommt mit neuen Geräten auf den Markt mit den unterschiedlichsten Auflösungen. Haben Sie sich mal die Auflösungen Ihrer Besucher angesehen? In größeren Shops kommen die Besucher mit über 1800 unterschiedlichen Auflösungen auf die Website.

Über 1800 unterschiedliche Auflösungen in einem Monat.

Über 1800 unterschiedliche Auflösungen in einem Monat.

Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Früher hat man sich schon bei vier bis fünf verschiedenen Auflösungen schwer getan sich zu entscheiden ein kleinere Auflösung zum Vorteil der Masse zu vernachlässigen. Zwar sind exotische Auflösungen eventuell zu vernachlässigen, aber eine Verringerung der unterschiedlichen Auflösungen ist nicht in Sicht. Die Hersteller müssen sich mit immer neueren und besseren Displays überbieten und mit immer besseren Auflösungen auftrumpfen.

Fazit

Zur Zeit ist es wahrscheinlich profitabel sich bei der Optimierung auf wenige Geräte zu beschränken. Man sollte allerdings im Auge behalten, dass die mobilen Besuche immer weiter zunehmen. Mit der Zunahme nimmt auch der Anteil der Geräte zu, die aktuell eventuell noch uninteressant sind. Auf einmal bilden auch diese Geräte eine kritische Masse. Ab diesem Moment wird es interessant eine angepasste User Experience anzubieten, ansonsten wird die Abbruchquote und der Umsatz darunter leiden.

Als eine Zwischenlösung könnte zumindest eine teilweise responsive Webseite der weiteren Splittung der Auflösungen entgegenwirken. Das heißt neben der bestehenden Desktop-Variante wird eine zweite Variante für Smartphones entwickelt. Diese mobile Variante passt sich lediglich der Auflösung an, während die Desktop-Variante fest bleibt.

Ob letztendlich die Investition in ein Responsive Webdesign notwendig ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Hier sollte jeder die Zahlen im Auge behalten und seine eigene Berechnung vornehmen. Wichtige Fragen sind hierbei:

  • Wie viel mobile Besuche habe ich?
  • Welche Entwicklung zeichnet sich bei den mobilen Besuchen ab (Tablet vs. Phone, iOS vs. Android, Auflösungsdichte)?
  • Wie groß sind die Hürden für diese Besucher?
  • Welches Optimierungspotenzial ergibt sich daraus?
  • Wie hoch sind die Kosten für eine optimierte Variante?
  • Mit welcher Laufzeit amortisiert sich die Optimierung?

Für die Zukunft ist aus meiner Sicht keine Besserung der Geräte- und Auflösungsvielfalt zu erwarten. Eher im Gegenteil ist die Entwicklung auf diesem Markt so rasant, dass sich die Anforderungen ständig ändern. Auf lange Sicht gesehen kann es von daher hilfreich sein sich schon mit Responsive Webdesign auseinander zu setzen. Je nach Ausrichtung des Shops wird man wahrscheinlich immer eine bestimmte Hauptzielgruppe haben (Tablet vs. Phone, iOS vs. Android), aber der Anteil der anderen mobilen Besucher wird in Zukunft so zunehmen, dass dieser nicht mehr vernachlässigt werden kann. So ist eine responsive Webseite eventuell in Zukunft ein Standard und für die Hauptzielgruppe können zusätzlich spezielle Seiten entwickelt werden, die geräteabhängig noch mal zielgerichteter dem Nutzer ein optimale UX und Performance bieten.

Showcase: Responsive Webdesign im E-Commerce

A Book Apart

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Bella Vita

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Burton

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Cocosa

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Eastworks Leather Company

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Folksy

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Hard Graft

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Indochino

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Ludwig Beck

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Merchworld

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Owl

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Skinny Ties

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Tattly

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Tinkering Monkey

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United Pixelworkers

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VSCO

responsive_vsco

Wootten

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Weiterführende Quellen:

A List Apart - Responsive Web Design

Google Developers - Für Mobilgeräte optimierte Websites erstellen

The Only Mobile Strategy That Scales

5 Beispiele für Responsive Webdesign im E-Commerce

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  • http://www.konversionskraft.de/?p=17557
Manuel Ressel Manuel Ressel ist Head of UX Design bei der Web Arts AG. Seine Leidenschaft gilt dem Thema der Emotionalisierung von Kauf-Prozessen in E-Commerce-Portalen. Manuel Ressel ist unentwegt auf der Suche nach einzigartigen Shop-Perlen und neuen Design Trends im E-Commerce und sammelt diese in dem E-Commerce Showcase conversiondesign.de. Folgen Sie ihm auf Twitter, Google+ oder Facebook.

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24 Reaktionen auf  “Responsive Webdesign vs. Mobile Website im E-Commerce”

Kommentare

  1. MaFrie MaFrie

    Wiedermal ein interessanter Post.
    Responsive Design ist natürlich interessant.

    Aber ist es denn wirklich die Auflösung der Treiber?
    Ist es denn nicht eher oder zumindest auch die Bildschirmgröße?

    Heute gibt’s Smartphones mit HD Auflösung welche bis vor kurzem noch einem 24zoll Monitor vorbehalten war.

    Auf diesen Displays sieht natürlich alles scharf aus auch wenn die Elemente „Auflösungs bedingt“ wie auf einem 24zoll Monitor angezeigt werden (Position, Anzahl…)

    Ziel müsste es doch sein die Größe des Displays zu kennen (nur wie kriegt man die einfach raus?) und die Auflösung.
    => Erst dann lässt sich das optimale Format entweder ausliefern oder direkt vom Browser rendern.
    Als weiterer „responsive“ Schritt ist natürlich auch die Bandbreite des aktuellen Zugriffs interessant – denn nicht immer macht die Bildqualität und damit Größe Sinn die für einen mit 50Mbit angebunden Nutzer mit 24Zoll Monitor adäquat ist…

    das sind 3 Variable an denen sich der Content idealerweise ausrichten soll – ganz schön viel. Und mit aktuellen Mitteln m.E. schwierig umzusetzen.

    ==> was tun aus Conversion (user) Sicht??
    – vielleicht doch nur klassisch 2 Varianten vorhalten?

  2. jens jens

    Schöner Artikel. Mobile Designs werden im ecommerce immer noch unterschätzt. Was da möglich ist uns was fuer Potentiale brach liegen hat hier z.b fab.com gezeigt. Wichtig ist natürlich die Unterscheidung, tablet vs phone. Tablet-traffic zählt auf Grund der Auflösung eher in den Desktop-Bereich. Fuer Seiten mit der Erlösquelle Werbung sieht die resposiv-Welt leider noch nicht so gut aus, hier hinken die Vermarkter noch hinterher. Interessant ist bestimmt auch ein Blick in die native-mobile-Länder, in Afrika und Asien. denn mobil zaehlt der Westen wohl zu den schwellenlaendern

  3. Peer Schmid Peer Schmid

    Hallo zusammen,

    gerade noch einen Artikel gelesen, der sich mit CouchCommerce befasst:

    http://www.sellside-report.com/magazin/die_couch_der_kunden_mobile-commerce

    Geht bei der Anpassung an mobile Geräte (oder was man dafür hält…) ja nicht nur um die Auflösung sondern auch um UX und damit massiv auch um die Konzepte zur Bedienung, also z.B. um die Gestensteuerung.
    Aber Ignorieren geht nicht, dass solte auch denen klar sein, die sich langsam damit abfinden, dass das Internet wohl bleiben wird… 😉

  4. Manuel Ressel Manuel Ressel

    @MaFrie

    In Bezug auf was möchtest du die Bildschirmgröße wissen?
    Für die technische Auslieferung des Layouts benötigst du die Displaygröße nicht, da das Meta-Tag „viewport“ unabhängig der Pixeldichte immer den gleichen Wert ausgibt. Also egal ob das iPhone ein Retina-Display hat oder nicht, wird zum Beispiel ein viewport von 320px ausgegeben.
    Für die genauere Analyse lassen sich zum Beispiel in Google Analytics Geräte und Auflösungen auch kombiniert ausgeben:
    http://www.kkish.net/2013/01/05/analytics-mobile-device-screen-resolution/

    Wieso sollte es aus Nutzersicht gut sein, wenn man nur 2 Varianten optimiert ausliefert? Wenn ein Shop nur eine iPhone-Version und eine Desktop-Variante optimiert ausliefert, werden viele Nutzer doch vernachlässigt. Der Nutzer eines Galaxy Tabs zu Hause auf der Couch muss sich dann zum Beispiel mit der Desktop-Variante rumschlagen, die für die Bedienung mit der Maus und nicht mit dem Finger ausgelegt ist. Das ist für den Nutzer nicht optimal.
    Einen möglichen Weg für die Zukunft habe ich schon im Fazit skizziert. Ein responsive Design, bei dem sich das Layout für alle Geräte anpasst und zusätzlich speziell zugeschnittene Seiten für die größten Nutzergruppen, um z.B. optimal auf die Performance, Schlankheit des Codes und UX Rücksicht nehmen zu können.

  5. Alexander Alexander

    Hallo,

    danke für den schönen Beitrag und die vielen Beispiele!

    Zusätzlich zu dem Fokus auf die Auflösung, die Shopbetreiber in der Tat vor Herausforderungen stellt, möchte ich den Wechsel von Maus und Tastatur zur Bedienung mit dem Finger hervorheben. Das ist der eigentliche Umbruch der sich aktuell vollzieht.

    Wir wurden von Apple und den mittlerweile weiteren Playern im Markt davon überzeugt, dass sich Computer (Tablets & Smartphones) hervorragend mit natürlichen Gesten bedienen lassen. Und da Tablets und Smartphones mittlerweile häufiger als PCs & Laptops verkauft werden, wird der Anteil der Besucher in Onlineshops auch weiter steigen.

    Wenn man jetzt diese Besucher möglichst gut im Shop empfangen möchte, sollte man sicherstellen, dass die Usability vergleichbar mit dem Betriebssystem des Geräts ist. Dafür sollte man aus meiner Sicht Web-App technologie einsetzen, die eine Unterstützung aller bekannten Gesten sicherstellt und gleichzeitig auf allen relevanten Geräten funktioniert.

    Responsive Design ist super, jedoch auch sehr teuer in der Konzeption und Umsetzung. Hinzu kommt, dass sich weitere Kompromisse ergeben wie z.B. langsame Ladezeiten, kein App-Feeling, keine Gestensteuerung, wenig Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Tablet & Smartphone, viel Scrollen, hoher Testaufwand, zu große Bilder für mobile. Hier ist ein recht interessanter Artikel dazu:
    http://econsultancy.com/de/blog/61870-seven-potential-downsides-from-using-responsive-design

    Zur Unterscheidung von Mobile Templates (auch responsive), nativen Apps und Web-Apps habe ich vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben. Darin vergleiche ich die Lösungen aus Sicht von Onlineshops:
    http://ringsdorff.net/2012/08/26/online-shop-wissen-mobile-template-vs-native-app-vs-web-app/

  6. Tim Kaufmann Tim Kaufmann

    Schöner Artikel, nur geht er mir zu locker mit dem Begriff des Responsive Webdesign um. Responsive heißt ja nun gerade „komplett flexibel“. Was beschrieben wird ist aber eher Adaptive Webdesign, also n statische Auflösungen, die bei fix definierten Breakpoints gesetzt werden.

    Wir sind schon vor einiger Zeit davon weggegangen, auf die typischen Breakpoints 320, 480 etc. zu optimieren. Wir schauen uns unser Webdesign an und gucken, wo da die Sprünge sind. Sprich: Ab welcher Auflösung sieht’s einfach nicht mehr schön aus? Genau dort sitzen unsere Breakpoints.

    Von daher kann ich die Problematik mit den 1800 verschiedenen Auflösungen nicht nachvollziehen, jedenfalls nicht bei echtem responsive Webdesign.

  7. Manuel Ressel Manuel Ressel

    Hallo Tim,

    ich glaube da hast du mich falsch verstanden.
    Ich schreibe doch, dass nur ein Responsive Design (komplett flexibel) mit 1800 verschiedenen Auflösungen umgehen kann. Ein Layout das hingegen auf ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Auflösung ausgerichtet ist, kann dies nicht.
    Ich denke da sind wir im Prinzip gleicher Meinung. 😉

  8. SEOCouch - Heiko SEOCouch - Heiko

    Eine Optimierung der Inhalte auf Basis eines responsiven Designs und einer durchgeführten Webanalyse sollte die 1800 unterschiedlichen Auflösungen schnell auf einige wenige reduzieren lassen, auf Basis derer dann die Breakpoints für das Design ableiten lassen. Die Herausforderung bei der Umsetzung solcher Projekte wird sein auf allen relevanten Endgeräten den Webseitenbesuchern eine optimale UX zu ermöglichen, die je nach Endgerät und den damit einhergehenden Nutzumständen eine individuelle Optimierung der Inhalte anbietet.

  9. Tim Kaufmann Tim Kaufmann

    Hallo Manuel,

    ich hab’s jetzt noch zweimal gelesen, aber in dieser Eindeutigkeit nicht gefunden. Schön, dass Du’s noch mal unterstrichen hast!

    Grüße

    Tim

  10. Heiko Heiko

    Hey Manuel,

    danke für den kurz zusammengefassten Abriss einer recht komplexen Thematik. Ich denke, die Zwischenlösungen sind nur auf den ersten Blick attraktiv, da man immer den Entwicklungen der Geräte hinterherhinkt und ständig aufpassen muss, ob sich der Trend in der Verteilung der wichtigsten Geräte in der Zielgruppe nicht irgendwie geändert hat. Man erkauft sich die erste Vereinfachung mit einem Haufen nachträglicher Anpassungen.

    Auch wenn es derer ein paar gibt: Ein neues nettes Mobile Website Testing Tool ist http://www.mobiproof.com

    Beste Grüße

  11. Steffen Steffen

    Fantastischer Beitrag. Ich habe auch erst vor kurzem meine Webseite umgestellt, weil immer mehr Besucher mich darauf hingewiesen haben, das meine alte Seite im Mobilbereich nicht funktioniert.

    Herzliche Grüße
    Steffen

  12. Udo Butschinek Udo Butschinek

    Oh, mein Lieblingsthema! Es ist in der Tat so, dass die Zahl der mobilen Käufer und der verfügbaren Geräte zunimmt. Zudem kann man auch gar nicht absehen, welche mobilen Endgeräte da in Zukunft noch kommen werden. Das stellt nicht nur große Herausforderungen an den technischen Aufbau der Webseiten, sondern auch: Erhebliche Anforderungen an den Content. Denn man möchte ja eine 1000 Wörter lange Produktbeschreibung nicht auf ein iPhone packen, oder? Trotzdem aber sollen die grundlegenden Botschaft und die wichtigsten Informationen vermittelt werden. Das wiederum stellt neue Anforderungen an die Verwaltung und Erstellung des Content (abgesehen von den Bildern).
    Lesetipp dazu: http://www.content-driven-ecommerce.de/managing-enterprise-content-oder-responsive-webdesign-mal-anders/

  13. Marco Marco

    Wir haben bei unseren neuen Shop auch auf eine Responsive Design geachtet und bist jetzt gutes Feedback von unseren User bekommen. Ich denk in Zukunft wird da keiner mehr drum herum kommen.

    Mal sehen, wenn die Große Shops da mal nachziehen 😉

    Grüße Marco

  14. Ingo Ingo

    Interessanter Artikel. Das bedeutet wieder viel Arbeit bei der Überarbeitung der eigenen mobilen Seite :o)

    http://www.casa-romanita.com/m/

  15. Ruth | Shopgate Ruth | Shopgate

    Interessanter Artikel! Ich persönlich halte Responsive nicht für optimal. Der Nutzer wird, neben den schon im Beitrag genannten Nachteilen, auch mit der Frustration von längeren Ladezeiten konfrontiert. Im Vergleich beschert eine maßgeschneiderte mobile Webseite viel mehr Usability, indem sie den Kunden auf eine eigens eingerichtete, separate Webseite umleitet, die genau dem Smartphone/Tablet angepasst ist, von dem sie aufgerufen wird. Wer allerdings die beste M-Commerce-Strategie und somit Kundenbindung anbieten will, sollte sich für eine Kombination aus mobiler Webseite und native App entscheiden.

  16. Johanna Johanna

    Passend zum heutigen #Mobilegeddon, also der Tag an dem Google „Mobile-Friendy“ zum Rankingfaktor kürt, bin ich auf diesen doch etwas älteren Blogeintrag gestoßen und finde, dass sich bis zum heutigen Tag zwar wahnsinnig viel in der Technologie (Responisve Design oder/ und Mobile Webiste) getan hat, allerdings auch nach 2 Jahren immer noch viel zu viele Shops das Thema „Mobile-Friendly“ igrnorieren. Warum ist das so?

    Ich denke, mit dem heutigen Update wird noch ein weiterer Anstoß in Richtung Mobile-Friendly getan, denn vor allem für Internet-Shops ist das Update enorm wichtig. Uns hat sich allerdings dabei die Frage gestellt, ob es wirklich für jeden Internet-Shop eine mobile Version benötigt oder nicht? Dafür haben wir eine ganz einfache Rechnung aufgestellt, mit der jeder Shop mittels Umsatz und Analytics-Daten über die Nutzer die potenziellen Verluste berechnen und so anhand von belastbaren Zahlen selbst evaluieren kann, wie notwendig es wäre.
    In folgendem Bericht steht genau wie das funktioniert:
    http://www.flyacts.com/mobile-commerce-teil1-anhand-von-daten-richtige-entscheidungen-treffen

    Im zweiten Teil der Reihe geht es dann in die Zieldefinition, Kundenanalyse und in die technische Erläuterung eines mobilen Shops:
    http://www.flyacts.com/mobile-commerce-teil2-aufstieg-zur-mobilen-shopping-strategie

    Gerade Shops, die sich noch unschlüssig sind, kann mit den Publikationen viel geholfen werden. Wer Fragen hat, kann sich natürlich gern an mich wenden.

    Liebe Grüße, Johanna

  17. Manuel Ressel Manuel Ressel

    Hallo Johanna,

    zum Thema „Google mobile friendly Update“ haben meine Kollegen Gabriel und Dennis auch noch mal einen aktuellen Artikel hier auf konversionsKRAFT veröffentlicht:
    http://kKrft.ly/R9G

    Grüße, Manuel

  18. Johanna Johanna

    Das klingt auch sehr gut. Spannend vor allem, dass Deine Kollegen die ganze mobile-friendly-Geschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachtet haben. Einfach nur den alten Content auf eine „mobile“ Seite zu bringen, ist eben nur die halbe Miete. Mal sehen was da noch kommt. Ich werde mich hier auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Macht weiter so.
    Liebe Grüße, Johanna

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