Von Torsten Hubert | Conversion Optimierung | 26 Reaktionen

Infografik: der perfekte Warenkorb

Der Warenkorb ist nach wie vor eine der sensibelsten Stellen im gesamten Checkout und bildet somit, nach der Produktdetailsseite, die Basis für eine gute Verkaufsleistung im eCommerce.

Der Warenkorb – immer noch ein großer Optimierungshebel

Laut einer US-Studie brechen durchschnittlich 67,89% aller Nutzer auf dem Warenkorb ab (Basis: 24 unterschiedliche Warenkorbstudien).

Wir sprechen bereits ab 45% von einer pathologischen Abbruchrate.

Ein unglaubliches Optimierungs-Potential, wenn man bedenkt, dass für diese Nutzer bereits viel Budget investiert wurde, damit sie auf die Seite kommen, ein Produkt finden, sich für dieses Produkt entscheiden und es in den Warenkorb gelegt haben.

Jetzt fehlt nur noch der letzte Schritt: der Kaufabschluss!

Im Vergleich: Warenkörbe der Top 100 Shops in Deutschland

Wir haben im Rahmen der konversionsKRAFT Warenkorb Analyse 12.2013 die Warenkörbe der Top 100 deutschen Online-Shops untersucht und einige sehr spannende Fakten herausgearbeitet und in der folgenden Infografik visualisiert.

So setzen beispielsweise nur 33% der Shops das Best-Practice „Bestätigungs-Layer“ beim Hinzufügen eines Artikels in den Warenkorb ein. Rund 60% der Top 100 Shops setzen Trust-Elemente auf dem Warenkorb ein und bereits 42% zeigen gut sichtbar eine telefonische Kontaktmöglichkeit an.

Download: Infografik „der perfekte Warenkorb“

Lesen Sie weitere konversionsrelevante Fakten und statistische Analysen über Benennungen von Buttons, Cross-Selling und Versandkostenfreiheit, Abbruchgründe und erfahren Sie, welche 16 wichtigen Elemente ein guter Warenkorb haben sollte und warum.

Infografik Warenkorb Download

Oder laden Sie sich direkt das PNG herunter (nicht gepackt).

Sie können die Infografik herunterladen, ausdrucken und gerne verteilen. Sie können auch gerne selbst einen Blogbeitrag über die Infografik schreiben und eine Preview veröffentlichen. Ich bitte Sie jedoch darum, nicht die Original-Datei zum Download anzubieten, sie können gerne folgenden Short-Link als Download-Link verwenden: http://kKrft.ly/zwG.

Hintergrund ist, dass so nur eine Version der Infografik im Web existiert, die schnell und einfach angepasst und geupdated werden kann und so an allen Stellen immer der aktuelle Download zur Verfügung steht.

Preview Infografik: der perfekte Warenkorb

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf die Infografik.

Warenkorb Infografik Preview

 

Abschließend möchte ich mich noch bei Hendrik Schöpe bedanken, der mich bei der Datenerhebung sehr stark unterstützt hat.

Danke Hendrik!

Torsten Hubert

Torsten Hubert beschäftigt sich seit fünfzehn Jahren intensiv mit Webmarketing und ist Google Advertising Professional. Er ist hauptberuflich Head of Consulting und Mitglied der Geschäftsleitung bei dem CRO-Spezialisten Web Arts AG und hat sich dort auf strategisches Growth-Consulting spezialisiert. Weiterhin ist Torsten Hubert Dozent für Conversion Optimierung, Usability und Motivatorik an der Hochschule Darmstadt.Sie erreichen Torsten Hubert auch über XING.
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26 Reaktionen auf „Infografik: der perfekte Warenkorb

  1. Gibt es die Infografik auch als PNG Download oder PDF? Viele werden den Download einer ZIP Datei aus unbekannter Quelle wohl abbrechen. Ich sage nur Abbruchrate 😉

    • Sollte es nicht eher USP heißen im Warenkorb – statt UVP??? 🙂

      • Sehr hilfreich, informativ und toll gemacht – was man im Prinzip von allen Korversionskraft-Artikeln sagen kann. Vielen Dank für das kostenlose zur Verfügung stellen der Infografik.

        • Hallo Henrik,
          vielen Dank für den Tipp. Daran hatte ich gar nicht gedacht. Ich habe den PNG Download unterhalb der Download-Box integriert.

          • Hallo Christoph,

            danke für die Anmerkung.

            Du hast Recht UVP ist missverständlich, da die Abkürzung zweideutig ist. Es geht hier jedoch um die Unique Value Proposition, also das Wertversprechen des Händlers bzgl. seiner Mehrwerte oder Services und nicht um die unverbindliche Preisempfehlung. 😉

            Eine Unique Selling Proposition fokussiert eher auf die Fakten und ist meist produktbezogen, wie z.B. „Produktion ökologisch überprüft“ oder „ohne chemischen Bleichvorgang“.

            Ein UVP wäre demnach eher so etwas wie „Mit diesem T-Shirt werden Sie ein besserer Mensch.“ Es geht also bei der UVP nicht um eine Verkaufseigenschaft, sondern um einen Wert, den man kreiert.

            • Ich verstehe nicht ganz, was ihr mit Bestätigungs-Layer meint.
              Sind das die Layer, die geöffnet werden, wenn ich Ware in den Warenkorb gelegt habe und dann abfragen, ob ich weiter surfen oder zum WK gelangen möchte ?

              • Ziemlich gute Grafik. Mir fehlt jedoch folgendes: Wie viele Nutzer brechen den Einkauf ab, weil sie ein Coupon-Feld sehen und anschließend lieber auf Gutscheincode-Suche gehen? 🙂

                Mfg Stefan

                • Hallo Kai,

                  genau das meinen wir, wenn wir von „Bestätigungs-Layern“ sprechen.

                  • Hallo Stefan,

                    naja, „vergessen“ haben wir den Faktor Gutscheine als Abbruch-Grund nicht. Er er hat ja immerhin einen eigenen Punkt (7) in der Blaupause. 😉

                    Das Problem ist, dass es hier (meines Wissens nach) keine verlässliche Quelle für diese Daten gibt.

                    In einigen Tests haben wir jedoch herausfinden können, dass die weniger prominente Darstellung der Gutscheine einen signifikanten Uplift generierten kann, je nach Geschäftsmodell und Anzahl der im Umlauf befindlichen Gutscheine. Spricht je weniger gutscheingetrieben das Business ist, desto eher sollte man diese „verstecken“.

                    • Danke für das Einstellen der Grafik. Ich finde Sie sehr aufschlussreich, vor allem, weil dort Informationen drin stehen, wo man als „Arbeiter“ in der Branche nicht dran denkt. Häufig vergisst man, so zu denken, wie ein Kunde es tut.

                      • was bedeutet der Begriff „Tunnelling“(Punkt 04 in der Studie)?

                        • Zur Anmerkung an Stefan:

                          Wir haben mit dem Gutscheinfeld im Warenkorb bisher die Erfahrung gemacht, dass die Abbrüche deutlich höher sind, da der Besuche aufgrund des Feldes vermutet, dass Gutscheine im Umlauf sind und erst mal nach denen sucht. Selbst wenn er dann keinen findet muss er offensichtlich des öfteren über andere Gutscheine von Mittwettbewerbern stolpern und dort kaufen.
                          Daher haben wir das Feld nur dann angezeigt, wenn wir aktuell eien Kampagne mit Gutscheinen machen.
                          Ansonsten stellt es sich bei uns ganz klar als „conversion killer“ heraus.

                          Es würde mich freuen hier noch noch von anderen Erfahrungen zu höhren.

                          • Hallo, ich kenne den Begriff „Tunneling“ nicht (Punkt 4 in der Studie) – meint ihr vielleicht „Funneling“? LG Daniel

                            • von Jens Christoph Barth

                              Vielen Dank für diesen Beitrag und der übersichtlichen Grafik des perfekten Warenkorbs.

                              Gerade im E-Commerce bleibt viel Potenzial am „Straßenrand“ liegen. Die Abbruchrate lässt sich jedoch meist mit wenigen Umstellungen messbar senken. Die Grafik hilft, hier diese Verbesserungen anzustreben und umzusetzen.

                              Weiterhin wird der Bereich Cross Selling vernachlässigt, obwohl gerade hier eine Maximierung des Umsatz möglich ist. Mit dem Absenden der Bestellung über den Warenkorb ist jedoch noch lange nicht der Verkauf abgeschlossen. Es empfiehlt sich hier, entsprechende Bewertungen durch die Kundschaft anzufordern und die Möglichkeit zu bieten, Produkte und Onlineshop an Freunde und Bekannte weiterempfehlen zu können.

                              Freundliche Grüße

                              • Tunneling müsste das Ausblenden der Elemente, die nichts mit dem Checkout zu tun haben, sein. Bspw Header, Navigation, seitliche Elemente. So wie Amazon

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