12 conversion Superheroes – 12 Tipps vom conversionSUMMIT

12 Speaker an einem Tag. 9 Stunden volle Dröhnung mit Case Studies, Expertentipps und eine Menge Inhalt - all' das gab es beim conversionSUMMIT letzte Woche in Frankfurt. 352 Teilnehmer haben zusammen einen Tag in der Union Halle über wichtige Wachstumsfragen sinniert und Impulse bekommen.

Viel Wissen, das man unmöglich in einem Blogpost wiedergeben kann. Noch schwieriger wird es, die Atmosphäre zu beschreiben, die zum wiederholten Male unglaublich war. Was wir aber machen können: Von jedem Speaker könnte man einen eigenen Blogpost mit Tipps verfassen, aber wir möchten nur jeweils einen Tipp als Impuls vorstellen.

Motto des diesjährigen conversionSUMMITs (nicht mehr und nicht weniger):

„One Step Further.“

André Morys eröffnet den conversionSUMMIT

André Morys eröffnet den conversionSUMMIT

#1 Peep Laja: Ein Test ist kein Test.

Nur, weil ein Test beim ersten Mal nicht funktioniert hat, sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken. Die Testhypothese kann richtig und gut sein, vielleicht lag es ja an der Umsetzung, dass ein Test nicht funktioniert hat. Also: Nochmal in die Analyse gehen und herausfinden, warum der Test auf diese Weise nicht funktioniert hat und dann besser machen. Iteratives Testing als Erfolgsfaktor.

>> Link zu Peep Laja (conversion XL)

#2 Neil Patel: Verkaufen ist wie ein Date

Beim Verkaufen geht es darum, sogenannte micro commitments von seinem Gegenüber zu bekommen, das ist wie beim Dating. D.h. kleine Bekenntnisse ähnlich einer Salami-Scheiben-Taktik. Eine Scheibe nach der anderen. Daher ist es wichtig, mit den Nutzern zu interagieren. Mit quiz your visitors hat Neil die Idee vorgestellt, dass man seine Besucher durchaus auch mal Fragen stellen sollte, sodass die sich immer mehr mit der Materie beschäftigen. In einem Beispiel hat das mal schlappe 20 Millionen Dollar gebracht. Nur einer von sechs Tipps von Neil. Neil Patal conversionSUMMIT 2015

 

>> Link zu Neil Patal

#3 Angie Schottmuller: Befrage den Jack Sparrow in Dir

Es ist wichtig, die eigene Seite aus den Augen der Zielgruppe zu betrachten. Man kann hierbei in unterschiedliche Rollen schlüpfen: In die eines Sherlock Holmes, eines Robin Williams, eines Tony Starks (Ironman) und die eines Jack Sparrow. Die Kunst besteht nun darin, Webseiten Inhalte so zu konzipieren, dass jeder der vier Typen etwas für sich findet. Jack Sparrow als schnellhandelnder und emotional entscheidender Typ kann wie folgt beschrieben werden: buying modality Jack Sparrow

 

>> Link zu Angie Schottmuller (Twitter)

#4 Gabriel Beck: Wir optimieren nicht für Cookies, sondern für Menschen.

Mein eigener Beitrag zum conversionSUMMIT war eine Case Study von und mit Tom Tailor (wird hier noch veröffentlicht). Gerade im Fashion E-Commerce muss man an die Emotionen der Zielgruppe appellieren, denn Mode ist ein hoch emotionales Thema. Also müssen Testkonzepte mehr leisten, als nur den UVP abzubilden. Es muss mehr Stimulanz auf die Online Shops da draußen. Soll heißen: Zielgruppe begeistern, überraschen, aber nicht nerven – das steigert die Conversions. Wofür steht die eigene Marke, was vermisst die Zielgruppe emotional beim digitalen Abbild der Marke? Mit Emotional Mapping soll genau das herausgefunden werden.

>> Link zu Gabriel Beck (Web Arts AG / konversionsKRAFT)

#5. Karl Gillis: Schluss mit grünen Häkchen!

Best practices sind eher common practices. Man solle die Finger davon lassen, denn der Wettbewerb weiß auch nicht unbedingt, was er tut. Und vor allem weiß man nicht, was der Wettbewerb so testet und ob überhaupt. Am Beispiel von grünen Häkchen, die überall auftauchen und jedes Problem zu lösen scheinen, erklärt Karl was er davon hält: nichts.       >> Link zu Karl Gillis (AGConsult)

#6 Martijn Scheijbeler: Skaliere Dein Optimierungsprogramm

Um wirklich gute Optimierung betreiben zu können, muss man die Prozesse dahinter verstehen. Hierfür muss man sich mit den Abteilungen im Haus, die Kontaktpunkte zu Conversion Optimierung haben, gutstellen. Zusammen sollte man die Optimierung optimieren  – effizienter testen. So schafft man es auf von einem Test pro Monat auf 10 Tests pro Woche (Statistik beachten!).   >> Link zu Martijn Scheijbeler (The Next Web)

#7 Michael Aagaard: Copywriting richtig gemacht: WYS(N)IATI

Was klingt wie eine asiatische Nachspeise, soll eher verdeutlichen wie unser Hirn tickt. WYSIATI Mit einem langsamen und einem schnellen System verarbeitet unser Hirn Informationen. Die Gefahr besteht darin, dass wir beim Betrachten einer Webseite, die Fakten beurteilen, die uns direkt von der Nase liegen – What You See All There Is. Michael zeigt allerdings auf, dass wir dabei viel mehr interpretieren und dass es einen Unterschied macht, ob ich bei einem Button auf das 2-wöchige Widerrufsrechts hinweise, oder nicht. Das wirft gleich die Frage auf: Warum sollte ich das zurückgeben? Ist das Produkt nicht gut? Machen das andere auch so? Es ist als nicht alles da, was man sieht: WYS(N)IATI

>> Link zu Michael Aagaard (unbounce)

#8 Mirko Melcher: Versuche zu sein wie ein guter Verkäufer

Ein guter Verkäufer versteht, was seine Kunden brauchen. Er reagiert situativ und spricht die unterschiedlichen Kundentypen adäquat an. Personalisierung soll genau das machen – ein guter Verkäufer sein. Hierfür braucht es eine gute Datenbasis. Aber anstatt nur Big Data zu sammeln, braucht es die Verknüpfung mit User Experience Daten, sprich Zielgruppenpersonas. Aus dieser Verknüpfung lassen sich Segmente für die Personalisierung ableiten – Zielgruppensegmente. Und genau für diese Segmente kann man Testkonzepte entwickeln. Nachweislich erfolgreich hat Mirko eine Case Study für computeruniverse vorgestellt (wird demnächst auch hier Blog veröffentlicht).   Mirko Melcher conversionSUMMIT-2015 >> Link zu Mirko Melcher (Web Arts AG / konversionsKRAFT)

#9 Kai Radanitsch: Aktiviere Brain Scripts im Hirn der Zielgruppe

Die Welt der Geschichten für E-Commerce nutzen? Wie bitte? Kai hat genau das gezeigt. Brain Scripts sind kleine Filme, die in unserem Hirn ablaufen, sobald wir ein paar Impulse dafür bekommen. Der Text: „Es war einmal vor langer langer Zeit….“ entführt unser Gehirn sofort auf eine Reise. Dieses Prinzip kann auch für das Online Shoppen angewandt werden. Kleine Schritte (micro Conversions) sorgen dafür, dass die Nutzer am Ball bleiben. Die Reise des Helden kann auch durch einen Warenkorb gehen.

 

>> Link zu Kai Radantisch (eBusinessLab)

#10 Karl Kratz: Willst Du mich heiraten? Nein! 

Karl wollte das halbe Publikum heiraten. Keiner wollte so richtig anspringen. Auch wenn er die Frage wiederholt hat, hat sich die Antwort nicht geändert.

Wenn das eigene Produkt oder die Dienstleistung, die man auf einer Webseite anbietet, immer wieder auf die gleiche Art und Weise präsentiert wird, egal wie oft die Nutzer wiederkommen und NICHT konvertieren, dann macht man etwas falsch. Was kann man über die Zielgruppe herausfinden, welche Argumente muss man ändern, um Wiederkehrer zu Kunden zu machen? Hat man überhaupt eine Antwort auf die Frage: Wie gehe ich mit Nicht-Konvertierern um? Karl nennt das: „Optimierung für digitale Körbe“.  Karl Kratz conversionSUMMIT2015 >> Braucht jemand einen Link zu Karl Kratz??? Ernsthaft? >> KARL

#11 Oli Gardner: NSAMCWADLP

Eine gute Marketing Kampagne nützt nichts, wenn man sie gegen die Wand fahren lässt. Soll heißen: Das Marketing Budget ist aus dem Fenster geworfen, wenn man die Besucher nicht richtig abholt. Oli Gardner hat hierfür einen Ausdruck: Never Start A Marketing Campaign Without A Dedicated Landing Page. 12 Tipps für gute Landing Pages gibt es im unbounce Blog

>> Link zu Oli Gardner (unbounce)

#12 Scott Stratten: Denkt nach, bevor Ihr Marketing macht!

Das Highlight des Tages: SCOTT STRATTEN! Bestseller Autor (unmarketing) und ein grandioser Speaker. Scott hat den conversionSUMMIT perfekt abgerundet und die Lachmuskeln trainiert. Scott Stratten & André Morys conversionSUMMIT 2015

Seine Aussage:

 

Denkt nach, bevor Ihr Marketing macht!

Zwei Beispiele dazu:

    1. Scott zeigt eindrucksvoll, wie bescheuert es ist, QR Codes in Emails einzufügen, die man mit dem Smartphone öffnet. Man stelle sich vor, wie man den QR Code einer Email fotografiert mit einer Kamera auf der Rückseite des Smartphones . . .

 

  • Das zweite Beispiel steht für sich:

 

 

 

Das sieht erst mal gar nicht schlecht aus. App runterladen mit QR Code für iPhone oder android.

Scott Stratten conversionSUMMIT-2015

Macht kein Sinn, wenn das daneben steht…

 

Scott Stratten unMarketing

Neugierig auf den conversionSUMMIT 2016?

Natürlich gibt es noch weit mehr Tipps, vor allem auch vom zweiten Tag (conversionCAMP) – aber wen diese 12 Tipps neugierig auf den conversionSUMMIT 2016 gemacht haben, der sollte sich jetzt schon auf die Warteliste setzen lassen. Die Tickets sind schnell weg (kleiner Conversion Optimierer Verknappungs-Trick 😉 ). Zum conversionSUMMIT (Warteliste ist ganz unten).

Wir danken allen Teilnehmern und Speakern für einen tollen conversionSUMMIT 2015 – Starke Leistung

konversionsKRAFT

Weitere Recaps

Ben Harmanus hat im deutschen unbounce Blog seine Tipps zusammengeschrieben

Weitere Recaps gerne in den Kommentaren verlinken – werden hier ergänzt.

  • Send to Kindle
  • http://kKrft.ly/uR9
Gabriel Beck

Gabriel Beck ist Mitglied der Geschäftsleitung der Web Arts AG. Zuvor hat er sich mit der Conversion Optimierung für die Kunden einer Performance Marketing Agentur gekümmert, wo er zuletzt als Standortleiter und Head of Conversion Optimization tätig war. Er betreibt das Blog conversiondoktor und spricht auf zahlreichen Konferenzen. Folgen Sie mir auf : Twitter // Facebook // Google+

3 Reaktionen auf  “12 conversion Superheroes – 12 Tipps vom conversionSUMMIT”

Kommentare

  1. Alex Alex

    Es war ein Top-conversionSUMMIT. Es ist schön, dass man auch beim 6. Mal in folge etwas neues erleben und lernen kann. Vielen Dank an die Veranstalter und die Speaker!
    PS: Und Danke für die zwei Twitter-Zitate hier im Blog!

  2. Ben Harmanus Ben Harmanus

    Tolle Zusammenfassung – die Einbindung der Tweets ist eine gute Idee.

    Vielen Dank für die großartige Konferenz und die Erwähnung meines Recaps!

    Ich bin im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder dabei. 🙂

  3. Ruben Pasternak Ruben Pasternak

    hallo,

    Die conversionSUMMIT sagt mir im Moment leider noch gar nichts. Aber hört sich wiederrum sehr interessant an.
    Eine Aspekte die beschrieben sind, finde ich auch für meine Website durchaus interessant und Sie könnten demnächst in Bearbeitung gehen.
    Das Beispiel vom Jack Sparrow finde ich Klasse, weil er eine Figur enthält die eigentlichen jeden so ein wenig widerspiegelt. Klasse Figur.

    Beste Grüße

    Ruben

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