Conversion Optimierung beginnt auf den SERPs – 3 Schritte zum Erfolg

Zu den großen Traffic-Kanälen nahezu jeder Website zählen SEA und SEO. Sprich sowohl die bezahlte als auch die organische Suche spielen eine bedeutende Rolle für den Gesamterfolg - und damit auch die Conversions - einer Website. Jeder weiß, dass ein gut gepflegtes und professionell betreutes SEA-Konto unabdingbar ist. Neben relevanten Keyword-Sets macht vor allem die Relevanz und Aussagekraft der ausgesteuerten Anzeigen den Unterschied zwischen Umsatzsteigerung und Geldverbrennen aus.

Und auch die organischen Text-Ausschnitte (Snippets) wecken Erwartungen, die es auf den verlinkten Seiten zu erfüllen gilt. Das Snippet der Search Engine Result Pages (kurz: SERPs) trägt damit einen wesentlichen Teil zur Conversion Rate der Website bei. Dieser wichtige Zusammenhang zwischen den Suchresultaten und den darauf folgenden Seiten wird oft unterschätzt oder schlichtweg vergessen.

Die Kernfragen sind also:

1.) Wie schaffe ich es, dass mein Snippet die größtmögliche Aufmerksamkeit erhält und geklickt wird?

2.) Wie transportiere ich die Message eines Text-Schnipsels auf meine Website?

Ich möchte Ihnen in 3 Schritten mit 3 Tipps und Anwendungsbeispielen zeigen, wie Sie im Conversion Funnel früher ansetzen und off-Page mit der Optimierung beginnen können.

Schritt 1 – Die Aufmerksamkeit in den SERPs verstehen

Conversion Optimierung sollte also auf den Suchergebnisseiten beginnen. Der erste Schritt, nämlich Aufmerksamkeit zu erzeugen, ist meist gar nicht so einfach. Die Nutzer haben über die Zeit der Anwendung von Suchmaschinen gelernt, dass sie das Gesuchte zumeist auf den ersten Seiten finden. Je weiter sie blättern, desto mehr sinkt die Qualität der Ergebnisse bzw. die Chance, fündig zu werden. Daher ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die ersten Ergebnisse die meiste Aufmerksamkeit erhalten. Ein gutes Ranking wird vom Nutzer (und von Suchmaschinen wie Google) mit Relevanz gleichgesetzt.

Bestätigung findet dies in dem sog. F-Pattern oder Goldenen Dreieck. Das F-Pattern von Jakob Nielsen beschreibt wie Nutzer Webseiten und auch Suchergebnisseiten lesen: Zuerst wird im oberen Bereich von links nach rechts gelesen, was die erste horizontale Linie des „F“ bildet. Anschließend folgt ein zweiter, horizontaler Blickverlauf, wobei meist nicht so weit gelesen wird wie die erste Zeile. Abschließend wird die Seite vertikal gescannt.

Ein typischer Blickverlauf auf den SERPs sieht am Beispiel einer informationsgetriebenen Suche nach „veranstaltungen frankfurt pfingsten“ so aus:

5 Sekunden Heatmap einer Veranstaltungssuche

5 Sekunden Heatmap einer Veranstaltungssuche: Ein klassisches F-Muster zeigt sich, denn die ersten beiden Treffer erhalten die meiste Aufmerksamkeit, die übrigen werden nur gescannt.

Mein Dank geht an dieser Stelle an Thomas Kraus für die Durchführung der Eyetracking-Untersuchung!

In diesem Labortest zur Erstellung der Heatmap-Analyse erhielten 20 Nutzer die Aufgabe: „Stellen Sie sich vor, Sie sind auf der Suche nach Veranstaltungen in Frankfurt zu Pfingsten. Sie tippen „veranstaltungen frankfurt pfingsten“ in den Suchschlitz bei Google ein und erhalten nun folgende Suchergebnisse.“ Gemessen wurde der Blickverlauf in den ersten 5 Sekunden.

Laut einer Studie von Slingshot SEO erhält der erste Treffer eine CTR von 18,20 %, das sind vier mal so viele Klicks wie Position 4:

Studie von Slingshot SEO zur CTR

Studie von Slingshot SEO

Zu beachten ist, dass im oben genannten Beispiel keine Anzeigen enthalten waren. Tätigt man eine Anfrage, zu welcher Anzeigen oberhalb und rechts der organischen Suchergebnisse ausgespielt werden, erhält man folgende Heatmap im Eyetracking:

5 Sekunden Heatmap einer Suche nach einer Pauschalreise

5 Sekunden Heatmap einer Suche nach einer Pauschalreise

In diesem Artikel soll es allerdings nicht darum gehen, wie man es schafft auf den ersten Positionen bei Google gelistet zu werden (hierfür sind die SEO und SEA Experten zuständig). Stattdessen möchte ich Ihnen Methoden näherbringen, die dabei helfen, qualifizierteren Traffic für die Zielerreichung auf Ihre Website zu bekommen.

Denn was es außerdem zu beachten gilt: Die Suchergebnisse sehen nicht immer gleich aus. Universal-Search-Einblendungen, beispielsweise Shopping-Ergebnisse, Bilder, Videos, Maps oder Nachrichten führen dazu, dass sich die Blickverläufe verändern.

5 Sekunden Heatmap mit Shopping-Ergebnissen

5 Sekunden Heatmap mit Shopping-Ergebnissen: In diesem Beispiel wurde eine Softshelljacke der Marke Mammut gesucht. Die Shopping-Ergebnisse rechts verändern eindeutig die Aufmerksamkeit der Probanden.

10 Sekunden Heatmap einer Suche mit lokalen Ergebnissen

10 Sekunden Heatmap einer Suche mit lokalen Ergebnissen: Hier wurde eine lokale Anfrage nach einem bestimmten Restaurant durchgeführt. Die 20 Probanden hatten in diesem Fall 10 Sekunden Zeit, die Ergebnisse zu betrachten. Die Karte auf der rechten Seite mit den lokalen Adressen (im oberen Drittel der Seite) zogen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Ebenso wurde die News-Einblendung wahrgenommen.

Und auch die Gestaltung der Anzeigen hat sich vor Kurzem bei Google wieder geändert: Die Hervorhebung der Anzeigen als Block mit leicht orangefarbener Hinterlegung findet nun nicht mehr statt und Anzeigen werden nun mit dem gelb hinterlegten Wort „Anzeige“ auf der linken Seite gekennzeichnet. Auf den ersten beiden Heatmaps (Suchanfrage ohne Anzeigen vs. Suchanfrage mit Anzeigen) erkennt man außerdem, dass sich die Aufmerksamkeit der Nutzer mehr verteilt, wenn beispielsweise auf der rechten Seite weitere Elemente eingeblendet werden. Der Fokus auf die ersten 3 Snippets ist nicht mehr so stark gegeben wie auf einer Seite ohne Anzeigen.

Wir stellen fest, dass die Optik der Suchergebnisse eine große Rolle spielt und diese davon abhängig ist, auf welche Elemente der Nutzer schaut. Die Aufmerksamkeit trägt allerdings nur einen Teil dazu bei, ob wir klicken oder nicht. Viel wichtiger ist es, eine relevante Headline, URL sowie einen Textausschnitt vorzuhalten, der ebenso für genügend Vertrauen und Stimulanz sorgt, um zu klicken. Wie diese Ebenen (siehe auch 7-Ebenen-Modell) auf die Snippets übertragen werden können, erkläre ich Ihnen im nächsten Abschnitt.

Schritt 2 – inhaltliche Relevanz, Vertrauen und Stimulanz schaffen

Ist inhaltliche Relevanz auf Keywordebene gegeben, werden die zur Nutzereingabe passenden Begriffe in den Suchergebnissen gefettet. Diese Hervorhebung kann auf Teile der Headline, der URL und der Beschreibung (Description) zutreffen und macht dem Nutzer deutlich, welches seiner gesuchten Keywords im Suchergebnis enthalten ist. Wie wäre es nun, wenn Sie mit verschiedenen Keywords 2 Nutzertypen gleichzeitig ansprechen und auf ein und dieselbe Seite führen könnten? Unmöglich? Nein!

Tipp 1: Multiple Meta-Descriptions

Es gibt sog. Multiple Meta-Descriptions, d.h. es ist machbar, zwei Descriptions in ein Meta-Description-Tag zu schreiben. Google zieht sich je nach Keyword die dazu passende Beschreibung und zeigt diese in den Suchergebnissen an. So können die Nutzer, die nach Online-Apotheke suchen genauso gut abgeholt werden wie die Nutzer, welche nach Versandapotheke googlen:

Multiple Meta Description von medipolis.de

Die Multiple Meta-Description von medipolis.de enthält 2 Texte mit 2 unterschiedlichen Keywords.

Snippet zum Keyword "Online-Apotheke"

Ergebnis-Snippet zum Keyword „Online-Apotheke“ bei Google

Ergebnis-Snippet zum Keyword "Versandapotheke" bei Google

Ergebnis-Snippet zum Keyword „Versandapotheke“ bei Google

Statt in der Description also Keyword-Stuffing zu betreiben und Worte wie Online-, Versand- oder Internetapotheke unterbringen zu müssen, kann man diese Möglichkeit nutzen, um durch das Matching von Suchbegriff und Snippet Relevanz zu erzeugen.

Außerdem hat man Platz, dem Nutzer wichtige Informationen mitzugeben, die ihn neugierig machen, ein Vertrauensgefühl aufbauen und ihn zum Klicken bringen. Im besten Fall liefert man also für diese Person einen differenzierenden Grund, der für die Interaktionen auf der Website z.B. eine Bestellung eine entscheidende Rolle spielt.

Im Fall von Medipolis kann daher auf das große Sortiment hingewiesen werden (über 200.000 Produkte wecken Erwartungen), die sichere und schnelle Bestellung (Sicherheit und Komfort) und die möglichen Rabatte bis zu 59% (Stimulanz).

Tipp 2: Personas und Limbic® Types

Um verschiedene Nutzertypen gezielt anzusprechen eignet sich die Erstellung von Personas. Diese können neben den klassischen Merkmalen wie Wünschen, Ängsten und Erwartungen auch mit dem Suchverhalten und Beispiel-Keywords angereichert werden. Beim Suchverhalten spielen beispielsweise Long-Tail vs. Short-Tail, ökonomischer Sucher vs. gründlicher Sucher etc. eine Rolle, während man die Beispiel-Keywords in informations-, navigations- und transaktionsgetriebene Suchanfragen unterscheiden kann. Diese Art von Personas wird daher als „Searcher Personas“ bezeichnet.

Da die Ausarbeitung von Sucher Personas nicht trivial ist, eignen sich bei größeren Formaten auch die Limbic® Types der Gruppe Nymphenburg. Hierbei werden Konsumenten nach ihrer emotionalen Persönlichkeitsstruktur bewertet und in die Typen Abenteurer, Performer, Disziplinierte, Traditionalisten, Harmoniser, Offene und Hedonisten unterteilt.

Mit diesem Modell war es in einem vergangenen Projekt möglich, die AdWords-Anzeigen von FriendScout24 zu clustern und die Landingpages auf die Nutzertypen und deren mentalem Konzept abzustimmen (z.B. Partner fürs Leben vs. Flirt). Der Suchintent und die Keywords der verschiedenen Anzeigen wurden auf die Landingpages übertragen.

Dies schaffte größtmögliche Relevanz und die Nutzer fühlten sich in ihrer Intention („Hier finde ich den Partner fürs Leben“ vs. „Hier kann ich flirten.“) gut abgeholt. Insgesamt wurden 21 Varianten basierend auf unterschiedlichen Anzeigengruppen je nach Limbic® Type und passender Landingpage getestet. Als Ergebnis konnte ein positiver Uplift im zweistelligen Bereich beobachtet werden.

Eine Anzeige für den Limbic® Type „Hedonist“ (Intent: Abenteuer, Flirt) war beispielsweise derart formuliert:

„Lasse dich auf das Abenteuer ein! Melde dich gratis an und lerne tausende von Singles kennen.“

Stattdessen wurde der „Traditionalist“ (Intent: festen Partner finden) wie folgt angesprochen:

„Jetzt den passenden Partner finden. Gratis anmelden, Singles kontaktieren und verlieben.“

Eine der verschiedenen Landingpages für Traditionalisten sehen Sie hier:

FriendScout24 Landingpage für Traditionalisten

FriendScout24 Landingpage für Traditionalisten: In der Head- und Subheadline wird der Intent aus der SEA-Anzeige aufgegriffen. Nutzer des Limbic® Type „Traditionalist“ wünschen sich eine langfristige Partnerschaft mit einem passenden Partner.

FriendScout24 ist ein gutes Beispiel, wie man den Message Match auf der Zielseite schafft und für Relevanz sorgt. Im letzten Abschnitt möchte ich Ihnen weitere Beispiele zeigen, die den Übertrag der Inhalte auf die Landingpage gewährleisten.

Schritt 3 – Nutzer auf der Website konvertieren

Tipp 3: Rich Snippets

Die Vertrauensebene kann auf den SERPs durch die Integration von Rich Snippets angesprochen werden. Diese können beispielsweise auf Nutzerbewertungen und Preisbereiche hinweisen, auf Veranstaltungsdaten oder die Länge von Musik-Songs.

In folgendem Beispiel für eine Restaurantsuche in Hamburg mit dem gezielten Restaurantnamen werden sowohl die Anzahl der Erfahrungsberichte mit durchschnittlicher Bewertung und visualisiert durch Sterne als auch die Preisspanne angezeigt:

Sternebewertung bei Yelp für das Restaurant "Block House" in Hamburg

Sternebewertung bei Yelp für das Restaurant „Block House“ in Hamburg

Den Übertrag des Vertrauens durch Social Proof (Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte) schafft Yelp auch perfekt auf der Zielseite: Der Name des Restaurants steht im Titel, die Anzahl der Nutzerbeiträge mit Sternebewertung und Preisspanne darunter. An der rechten Seite wird die Preisspanne erläutert:

Zielseite bei Yelp für das Restaurant "Block House"

Zielseite bei Yelp für das Restaurant „Block House“

Im Apothekenbeispiel von oben fanden sich keine Nutzerbewertungen, aber in der SEA-Anzeige greift Medipolis auf Nutzerbewertungen aus eKomi zurück:

SEA-Anzeige für das Keyword „Online-Apotheke“ von medipolis.de

SEA-Anzeige für das Keyword „Online-Apotheke“ von medipolis.de

Außerdem wird in der Anzeige mit einer großen Auswahl und bis zu 59% Rabatt geworben sowie dass die Seite als „Getestet.de Sieger“ ausgezeichnet wurde. Auf der Zielseite findet sich in der Headline das Keyword „Online-Apotheke“ und der Nutzer weiß nun, dass er hier richtig ist. Die Testsieger-Kommunikation aus der Anzeige wird in einem Slider-Bild fortgeführt, welches das Siegel prominent zeigt. Die Nutzerbewertungen finden sich rechts daneben und werden durch die gute Note „Excellent“ unterstrichen:

Vertrauenselemente auf medipolis.de

Vertrauenselemente auf medipolis.de

Achten sicherheitsorientierte Nutzer auf Siegel und Kundenbewertungen, fallen ihnen auch diese Dinge auf der Zielseite auf:

5 Sekunden Heatmap für die Startseite von medipolis.de: Das Eyetracking beweist, dass das Gütesiegel und die ekomi-Bewertungen wahrgenommen werden.

5 Sekunden Heatmap für die Startseite von medipolis.de: Das Eyetracking beweist, dass das Gütesiegel und die eKomi-Bewertungen wahrgenommen werden.

Einen sehr guten Stimulanz-Übertrag von der Anzeige auf die Landingpage leistet scheidung.de bei der Suchanfrage „einvernehmliche Scheidung“ (siehe erste Anzeige):

Google-Suche zum Keyword "einvernehmliche Scheidung"

Zur Suchanfrage „einvernehmliche scheidung“ fällt preisgetriebenen Nutzern die erste Anzeige auf: „-60% günstiger“ steht in der Headline. Außerdem kann der Anbieter mit guten Bewertungen und 4,9 Sternen punkten (Vertrauen), bezeichnet sich als „Scheidungsportal Nr.1“ (sorgt ebenfalls Vertrauen) und hat Follower auf Google+ (Social Proof als Teil der Ebene Vertrauen). Sicherheitsbedürftige können sich einen Gratis-Kostenvoranschlag einholen und Nutzer, die es eilig haben, bekommen auch einen Link mit dem Text „Jetzt Scheidung einleiten“ angeboten, der direkt zur Formularseite führt.

Gehen wir nun davon aus, dass der Nutzer vor allem von den -60% angeregt wurde zu klicken. Die Landingpage überträgt mehrfach visuell und textuell das Signal, dass es hier günstig ist:

Landingpage von scheidung.de

Landingpage von scheidung.de

Auch die Ebenen Relevanz, Vertrauen (Slogan im Headbereich, Gütesiegel, Kundenstimmen) und Orientierung (deutliche Klickmöglichkeiten) werden auf der Zielseite optimal bedient. Der Nutzer fühlt sich hier gut aufgehoben und selbst mich regt diese Seite zur Interaktion an, obwohl ich noch nicht einmal verheiratet bin;-). Die Landingpage ist in meinen Augen wirklich ein Best Practice.

Fazit

Grundsätzlich sind gute Positionen in den Suchmaschinen nicht verkehrt. Allerdings müssen es nicht immer die obersten 3 Positionen sein, denn wie die Beispiele gezeigt haben, verschiebt sich die Aufmerksamkeit bei Universal Search-Einblendungen. Hinzu kommt, dass man bei bestimmten Suchanfragen (z.B. informational) bereit ist, einen Mehraufwand durch eine längere Suche in Kauf zu nehmen. Nutzen Sie daher das Potential, welches Suchmaschinen wie Google Ihnen zur Verfügung stellen:

  • Setzen Sie Multiple Meta-Descriptions ein und legen Sie Wert auf gute Beschreibungen mit Mehrwert für die Nutzer. Bedenken Sie, dass es darum geht, die User für Ihre Website vorab zu qualifizieren. Dies bedeutet im Idealfall weniger Klickkosten, weniger „schlechten“ Traffic und eine höhere Conversion Rate.
  • Arbeiten Sie mit Personas und Limbic® Types, um die Nutzer in ihrem mentalen Modell zu unterstützen und so die Chance einer erfolgreichen Conversion zu erhöhen.
  • Verwenden Sie Rich-Snippet-Auszeichungen, um den Usern mehr relevante Informationen zukommen zu lassen, sie neugierig zu machen und Vertrauen aufzubauen.
  • Übertragen Sie die Inhalte, welche die Nutzer auf den SERPs aufgeladen und zum Klick angeregt haben auf Ihre Website. Stellen Sie den Bezug her und festigen Sie den Ersteindruck aus den Suchergebnissen.

Sie kennen weitere Optimierungsmöglichkeiten für die Suchergebnisseiten? Dann freue ich mich auf Ihre Kommentare!

Weiterführende Links

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  • http://kKrft.ly/qQL
Julia Pilz Julia Pilz ist Senior Conversion Architect bei der Web Arts AG. Sie entwickelt Konzepte zur Optimierung von E-Commerce Plattformen mit dem Ziel der maximalen Wertschöpfung. Neben Conversion Optimierung zählen auch Webanalyse, Usability und Neuromarketing zu ihren Interessengebieten. Folgen Sie ihr auf Twitter oder kontaktieren Sie sie auf XING.

15 Reaktionen auf  “Conversion Optimierung beginnt auf den SERPs – 3 Schritte zum Erfolg”

Kommentare

  1. Dubulu Dubulu

    Sehr interessanter Beitrag. Da kann man schon viel falsch oder auch richtig machen. User sucht „Baby Badewanne“. Erster Treffer in den Serps ist Amazon. Klick man drauf, sieht man als erstes links eine rutschfeste Badematte.;-) und nirgends die Bezeichnung „Baby Badewanne“. Deswegen mögen zwar die ersten Suchergebnisse die meisten Klicks bekommen. Jedoch nicht unbedingt die meisten Käufer. Besser macht es die Nummer 2 Baby Waltz. Ganz schlimm die Nr. 3 windeln.de

    Aus unserer Sicht muss der User beim Begriff „Baby Badewanne“ auf den entsprechenden Seiten sofort eine große Wanne mit einem lachenden Baby und einem deutlichen Schriftzug „Baby Badewanne“ gezeigt bekommen. Dann entsteht sofort Vertrauen (Hier bin ich richtig, genau das habe ich gesucht). Gar zu oft liefern die Einstiegsseiten die in den Serps versprochenen Ergebnisse nicht. Wundern sich jedoch dann über eine schlechte Conversionsrate und beginnen, Button einzufärben und um Milimeter zu verrücken. 😉

    Aus unserer Erfahrung verkaufen wir auch auf Seite 2 in den Serps mehr. Obwohl wir jahrelang auf Seite 1 waren. Wir haben dadurch eine höhere Conversionsrate und liegen knapp vor dem zweistelligen Bereich. Die User sagen dann: Ich habe sie im Internet entdeckt. Oder ich habe Sie bei Google gefunden. Die weichen Faktoren und typisch menschlichen Eigenschaften wie Neugier, Entdeckerfreude und „anders sein wollen“ werden zu oft vernachlässigt und die können die ersten Suchergebnisse auch selten bedienen.

    Wir denken, für die Conversionsrate wäre es viel besser, eine Landingpage mit Bild, Headline, SEO-Text und Link zum Produkt zu erstellen. Anstatt die Produktseiten zu optimieren und dem User viele Produkte anzubieten, die nur entfernt mit seinem Suchwunsch zu tun haben.

  2. Sascha Sascha

    Nach dem Beitrag würde ich persönlich Konversionskraft nochmal abonnieren 🙂

    Wir selbst haben auf unserem Blog auch einige Artikel die auf Platz 1 und 2 bei Google, für uns wichtige Themenbereiche, ranken. Hier sieht man definitiv den Unterschied zu Platzierungen auf 5 oder 6. Bei den oberen Platzierungen wird fast immer geklickt, weiter unten geschieht dies nur ab und zu.

  3. Sebastian Sebastian

    Danke für den interessanten Artikel! Eine Rückfrage zu der Multiplen Meta Description. Ich kann jetzt kein tag sehen, was eine zweite Description einleitet bzw trennt von der ersten. Bisher ging ich immer davon aus, dass die Description nach einer gewissen Zeichenlänge von ca. 156 gekappt wird und man mit den eher nicht so schicken „…“ rechnen muss. Mich wundert das Google dann so sauber zwei für sich abgetrennte Descriptions daraus macht. Und wenn das mit zwei funktioniert, warum dann nicht auch bei 3 oder noch mehr? Was genau muss man beachten um das zumindest mit zwei Multiplen Descr. sauber hinzubekommen?

  4. Julia Pilz Julia Pilz

    Hallo Dubulu,
    Sie haben vollkommen Recht mit Ihrem Beispiel. Vielen Dank auch für das Teilen der Erfahrung, dass Sie auf Seite 2 mehr verkaufen. Das bestätigt einmal wieder, dass die Nutzer bereit sind, auch länger für ein qualitativ gutes Ergebnis zu suchen. Die ersten Ergebnisse sind eben nicht immer die besten.
    Viele Grüße
    Julia

  5. Julia Pilz Julia Pilz

    Hallo Sascha,
    danke für das Teilen Deiner Erfahrungen! Eine wichtige Frage wäre noch, ob die Nutzer nicht nur mehr klicken, sondern ob ihr sie auf den ersten Plätzen auch besser konvertieren könnt im Vergleich zu Position 5 und 6;-).
    Viele Grüße
    Julia

  6. Julia Pilz Julia Pilz

    Hallo Sebastian,
    danke für Deine Frage. Richtig, es handelt sich nur um ein einziges Meta Description-Tag. Die beiden Descriptions umfassen ja jeweils nur einen Satz, der nahezu identisch ist. Darauf würde ich an Deiner Stelle in der Description achten: ein kurzer, knackiger Satz wie im Medipolis-Beispiel sollte funktionieren. Sobald man 2 Description-Tags aber nacheinander verwendet, geht es nicht mehr (siehe: http://moz.com/ugc/google-serp-test-multiple-page-title-meta-description-tags). Gern kannst Du es auch mit 3 oder mehr Sätzen testen, ich freue mich dann auf Deine Erkenntnisse;-)
    Viele Grüße
    Julia

  7. Martin Martin

    Danke für den spannenden Artikel.

    Ein gut gepflegtes und professionell betreutes SEA-Konto ist unabdingbar.

    Nach meiner Erfahrung verbrennen jedoch viele Unternehmer ihr Geld, weil nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

  8. Stephan Stephan

    Super Artikel! Danke, dass ihr euch so viel Arbeit damit gemacht habt und das Wissen teilt. Hut ab und gerne weiter so!

  9. Marcel Marcel

    Hallo Julia, zum Thema „Multiple Meta Description“ habe ich folgenden Beitrag gefunden: http://www.searchenginejournal.com/matt-cutts-answers-every-page-needs-unique-meta-description/78133/ Kernaussage Matt Cutts: „Definitely don’t have duplicate metatag descriptions.“ Warum sollte also eine doppelte Description innerhalb eines Tags gut sein? Ich war neugierig und habe zu Deinem Beispiel mal Versandapotheke und Online-Apotheke eingegeben. Nur bei „Online-Apotheke“ rangiert die URL auf Platz 9. „Versandapotheke“ nicht in den Top30. Klar, denn „Online-Apotheke“ ist auch im Titel vorhanden. Nicht umsonst gibt es in den WMT auch die Auswertung nach doppelten Titeln und Descriptions. Unter HTML-Verbesserungen findet sich eine entsprechende Auswertung. Das macht Google sicher nicht, weil es unwichtig ist. Und sicher auch nicht, weil Google „Multiple Meta Descriptions“ en vogue findet.

    Zu deinem Link zu dem Artikel auf moz.com: Die Überschrift verlautet bereits nichts Gutes: „Google SERP Test…“ Rumtesten kann man gern. Aber nur weil es in dem einen oder anderen Fall „annehmbare“ Ergebnisse gab, muss daraus nicht gleich eine Handlungsempfehlung für professionelles SEO abgeleiet werden. Ich kann Dir zig Seiten mit kurzfristig funktionierenden Ninja-SEO-Maßnahmen nennen, die allesamt nicht im Sinne der Google Webmaster Richtlinien stehen.

    Ich persönlich würde von solchen „Methoden“ (dunkle Seite der Macht -> Black Hat) abraten, weil das nicht im Sinn der Aussagen von Matt Cutts ist. Und schon gar nicht würde ich als Agentur in dieser Form mit dem Lebensnerv des Umsatzes meines Kunden „spielen“.

    Daher finde ich die Methode als „Tipp“ zu deklarieren eher fehlgeleitet. Sie passt leider nicht in Deinen sehr guten Artikel.

    Hat sonst wer noch eine Meiung dazu? Ich würde gern mal das Wort einiger PROs hören 🙂

  10. Julia Pilz Julia Pilz

    Hallo Marcel,

    danke für dein ausführliches Feedback und deine Recherche. Bei den multiple Meta-Descriptions ging es mir darum, eine Möglichkeit aufzuzeigen. Man kann diese nutzen, wenn es nicht möglich ist, eine Seite einer einzigen Nutzerintention zuzuordnen. Im Medipolis-Beispiel funktioniert das daher für die Startseite. Aus SEO-Sicht gebe ich dir Recht und man sollte natürlich auf einzigartige Meta-Descriptions achten. Ich selbst habe jahrelang SEO gemacht und weiß, wovon ich rede;-) In diesem Artikel ging es aber um die Betrachtung als Conversion Optimierer und das Aufgreifen verschiedener Nutzerintentionen. Aber wie gesagt sollte eine einfache Zuordnung in der Regel möglich sein, sodass man nicht vor dieser Frage steht. Der Einsatz ist daher eher eine Ausnahme, jedoch wollte ich darauf aufmerksam machen, dass die Möglichkeit bestünde:-).

    Viele Grüße
    Julia

  11. Marcel Marcel

    Hallo Julia, Deinen Artikel fand ich auch klasse. Aber wie gesagt, diese vorgestellte Methode halte ich nicht für empfehlenswert. Ich korrigiere für einige Kunden gerade selbst misslungende Ninja-SEO-Maßnahmen. Die Liste der unsäglichen „Optimierungsversuche“ ist lang. Und gerade in diesen Zeiten, wo Google extrem viel Wert auf Inhalte und Qualität, sowie sauberer Optimierung legt und dafür ja nicht umsonst mittlerweile Semantik nutzt, sollte man sich ganz bewusst für Meister-Joda-SEO entscheiden :).

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  1. […] Warum Conversion Optimierung schon in den SERPs beginnen sollte, erklärte in dieser Woche Julia Pilz in einem klasse Beitrag auf konversionKRAFT. Zu den prominenten Traffic-Kanälen von Websites zählen SEA und SEO. Die beiden Bereiche spielen eine maßgebliche Rolle für den Gesamterfolg einer Internetpräsenz und somit auch für Conversions. In dem folgenden Beitrag werden drei Anwendungsbeispiele mit Handlungsempfehlungen vorgestellt, die zeigen, wie der “Conversion-Funnel” relativ früh angesetzt werden kann, um mit der Offpage-Optimierung zu beginnen. Die Google-Top-Positionen sind natürlich Best Practices, jedoch müssen es nicht immer die obersten 3 Positionen sein, wie die folgenden Beispiele zeigen, in denen sich die “Aufmerksamkeit” bei Universal Search-Einblendungen verschieben: Conversion Optimierung beginnt auf den SERPs – 3 Schritte zum Erfolg. […]

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