6 faustdicke Vorurteile über Silversurfer die Sie getrost vergessen können

Es gibt Dinge, die man immer wieder hinterfragen sollte, eines dieser Dinge ist die von Marc Prensky 2001 aufgestellte und immer noch häufig herzitierte Unterscheidung "Digitale Natives (DN)" versus "Digital Immigrants (DI)". Prensky wollte damit die "alte" unflexible Generation der Zeitungsleser und Fernsehgucker, die sich erst mühsam mit digitalen Instrumenten anfreunden mussten, von den wie selbstverständlich mit elektronischen Gadgets aller Art hantierenden "Jungen", den "Hineingeborenen" differenzieren. Mit dieser Unterscheidung sollte aufgezeigt werden, wie unterschiedlich gesellschaftliche Gruppen an die digitalen Herausforderungen des Alltags herangehen. 10 Jahre sind seither vergangen und auch Prensky sieht seine Thesen mittlerweile deutlich differenzierter.


Das Alter ist ein schlechter Indikator für eine Typen-Klassifizierung
Vor allem hat er herausgestellt, dass nicht das tatsächliche „Alter“ für eine Einordnung in DN’s oder DI’s entscheidend sei, sondern der Grad und die Erfahrung in der Nutzung elektronischer Medien. Ob eine fünfundsechzigjährige Dame (ehemalige Systemadministratorin), oder der 18 jährige Schreiner-Azubi ein DN oder DI ist, ist also über das Alter nicht zu definieren.
Die KonversionsKRAFT-Leser wissen nur allzu gut, wie sehr das Internet und sein Publikum im steten Wandel ist. Das gilt auch für die Vorstellung des „Silver-Surfers“. Es macht Sinn, sich nicht den Blick zu verstellen und weiterhin liebgewordenen Ansichten und Meinungen anzuhängen. KonversionsKRAFT stellt sechs Vorurteile vor, die man dringend überdenken sollte.

Senior

Vorurteil Nr. 1: Senioren denken, dass ein Browser was zum Duschen ist:

Falsch
Laut (N)onliner-Atlas 2010 sind bereits 71,5 % der Altersgruppe 50-59 Jahre online, bei den 60-69 jährigen sind es bereits 54 %, d.h. dass jeder zweite angehende Pensionär im Internet aktiv unterwegs ist.
Spannend ist auch die Gruppe 70+, die im Moment erst zu 23 % im Internet vertreten ist, aber genau hier sind zur Zeit die höchsten Wachstumsraten zu vermelden. Genauer gesagt wächst das Internet eigentlich NUR noch, weil es Senioren gibt. Allerdings muss man eine traurige Ausnahme nicht unerwähnt lassen, Frauen sind bei der Gruppe der 50+ Surfer extrem unterrepräsentiert, ihr Anteil macht nur 39 % aus (Männer 63 %).

Vorurteil Nr. 2: Alte Leute haben schlechte Augen und brauchen große Schriftarten

Falsch!
Zunächst mal ist es nie falsch lesbare Schriften auf der eigenen Website einzusetzen, zum anderen mögen alte Leute manchmal schlechte Augen haben, aber Sie haben kein Problem mehr mit Usability. Sich eine Bildschirmlupe, die Bild- oder Schriftgröße selber einzustellen ist eine der leichtesten Übungen. Jeder Mensch mit schlechten Augen weiß, dass ein Computermonitor einer Print-Zeitung gerade deswegen haushoch überlegen ist.

Vorurteil Nr. 3: Senioren sind treu und wollen ungern Neues

Falsch!
Tja die Zeiten sind leider vorbei. Senioren sind NICHT mehr der einen Online Apotheke, bei der sie immer schon gekauft haben treu, im Gegenteil, im Besitz von fast unbegrenzter Zeit lassen Sie sich nicht mehr so schnell von jedem Angebot blenden und schauen gerne auch genauer nach. 50 % einer Gruppe siebzigjähriger Onlinekäufer hat in einem meiner Labore angegeben, dass sie für den Einkauf von Medikamenten in Apotheken in Google stets Preisvergleiche durchführen!

Vorurteil Nr. 4: Senioren sind die netten ruhigen Leute von nebenan und leicht zu beindrucken

Falsch!
Die Silver-Surfer sind die gefährlichste Zielgruppe der Welt.
– Sie haben zwar Geld aber auch viel Zeit und werfen es nicht aus dem Fenster
– Sie haben viel Lebenserfahrung und riechen vielleicht deshalb den Betrug auch hinter der digitalen Fassade und sind weitaus mißtrauischer als jüngere Zielgruppen – die wenigen Fälle bei denen in Aktenzeichen XY die Oma noch an der Haustür abgezockt werden kann, sollen nicht implizieren, dass alle Senioren Deutschlands ewiggestrige Volltrottel sind. So manch einer mag das ja gerne glauben – die Online-Realität sieht allerdings anders aus.
– Ein Vorurteil ist dagegen noch richtig: Senioren sind meist deutlich fehlerintoleranter, manche machen z.B. regelrecht Jagd auf Rechtschreibfehler und lehnen Shops mit diesem Manko eher ab, als jüngere Zielgruppen.

Vorurteil Nr. 5: Senioren wissen nichts von Facebook & Co.

Falsch!
Silver-Surfer facebooken mittlerweile sehr gerne, 248.000 der über 11 Millionen deutschen Facebook-Mitglieder sind über 55 Jahre alt (Quelle: Hutter Consult Blog / Website) mit Wachstumsraten von bis zu 4,5 % und tummeln sich dort nicht nur weil der Enkel die Oma als Freund hinzugefügt hat, sondern weil hier echter Austausch stattfindet. Die Zeit in der sich Senioren mit „Kaffeekränzchen“ und „Seniorennachmittagen“ verlustiert haben ist wohl passé. In der Gruppe der 45-55 Jährigen liegt der Anteil bereits bei über 850.000 Mitgliedern, hier kommt also schon der Nachschub. Facebook ergraut!

Vorurteil Nr. 6: Senioren wollen als Senioren angesprochen werden

Falsch!
Vergessen Sie das bitte. Wir haben 60+ Surfern in unseren Studien Fashion-Shops gezeigt, bei denen u.a. die Kleidung von Senioren-Models vorgeführt wurde. Wenn man Glück hat wird das lobend goutiert, aber Sie können sicher sein, dass ein Shop mit diesem Bildmaterial am Ende als altbacken und unattraktiv abgelehnt wird. Beispielhaft sei hier eine Aussage eines siebzigjährigen Herrn zu einer entsprechenden „seniorenaffinen“ Website erwähnt: „Ist das ein Shop für Alte hier?“ und „Hmmm, gibt es die Modells auch in hübsch oder sind die alle nur verwelkt?“

2 Tipps für das Verkaufen an Zielgruppen 60+

Nehmen Sie doch mal an Sie würden ab heute für den Rest ihres Lebens humpeln müssen. Dann haben Sie ganz sicher Interesse an Gehilfen für Humpler, Reisen für Humpler, Partnersucher für Humpler, usw… aber wollten Sie wirklich den lieben langen Tag genau aufs Humpeln angesprochen werden? Nein? Eben!
Kein Mensch sieht sich gerne mit den Restriktionen und Einschränkungen, den negativen Begleiterscheinungen des Alters konfrontiert. Die Fältchen, die schwache Blase oder das Humpelbein muss man akzeptieren, aber attraktiv ist das auch für einen Neunzigjährigen nicht. Das war es noch nie!

Seniorenbedürfnisse unterschwellig ansprechen
Ein Shop der sich speziell an Senioren richtet, sollte dies nur unterschwellig transportieren. Es geht um die spezifische Lösung eines spezifischen Altersproblems, nicht um eine demographische Eingrenzung. Das seniorengerechte Handy kann also auch von einer fünfundzwanzigjährigen Schönheit mit dicken Brillengläsern in den Händen gehalten werden.

Akkuratesse statt verdecktes Mitleid oder Verlogenheit
Shopseiten für Senioren brauchen keine moralisch-gesellschaftlichen Statements über die Schönheit des Altwerdens oder gar positiv verpacktes Mitleid. Sprüche: „So schön kann das Alter sein! Mit 60 noch fit und attraktiv. Schnell wieder mobil“ oder ähnlicher Schmonz ist schnell als Lüge entlarvt und wird von alternden Menschen schnell als Hohn empfunden.

Hier noch einer weiterführender Link zu einer aktuellen Studie des Softwareherstellers PC Tools zum Thema „Generation 60+ immer Internettaffiner“.

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  • http://kKrft.ly/9oU
Matthias Henrici Matthias Henrici ist eCommerce-Mann der ersten Stunde. Bereits Anfang der neunziger Jahre entwickelte er wertschöpfende Multimedia-Projekte u.a. für deutsche und internationale Unternehmen. Seit 11 Jahren lehrt er als Dozent für Usability und Neuro-Marketing an deutschen Hochschulen. Matthias Henrici auf XING

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20 Reaktionen auf  “6 faustdicke Vorurteile über Silversurfer die Sie getrost vergessen können”

Kommentare

  1. Frank Frank

    Mal eine etwas ähnliche Frage zu diesem Thema: Wie sieht es eigentlich mit dem Punkt Rot-Grün-Blindheit bei Männern aus? Ich habe gelesen das zwischen 20-30% aller Männer diese Krankheit haben und somit alles was rot und grün ist in grau sehen?

  2. Matthias Henrici Matthias Henrici

    hallo Frank. Die Farbfehlsichtigkeit hat mit dem Alter nichts zu tun, diese Schwäche ist genetisch bedingt und es sind nur ca. 9% alle Männer und 0,8% der Frauen davon betroffen (Quelle: Wikipedia). Für Den Designer bedeutet es beim Einsatz von Komplementärkontrasten vorsichtig zu sein.

  3. Frank Frank

    Vielen Dank für die Info Matthias, da lag meine Quelle wohl komplett zu hoch.

  4. Elske Ludewig Elske Ludewig

    Vielen Dank für diesen Beitrag, der dieses wichtige Thema wieder einmal aufgreift. Ich kann Ihnen bei fast allen Aspekten beipflichten, würde jedoch sagen, dass Senioren nicht generell fehlerintoleranter sind. Nach meiner Erfahrung gibt es durchaus viele, sehr geduldige und nachsichtige Silversurfer, die (im Gegensatz zu mir 😉 ) auch mal einen Rechtschreibfehler hinnehmen und die Site trotzdem positiv bewerten.
    Treu sind vielleicht immer weniger, aber dennoch einige. Es kommt aber, wie Sie schon sagten, nicht auf das kalendarische Alter an. Aussagekräftiger sind Vorerfahrungen, soziale Herkunft, Werte, Einstellungen, etc.
    Social Media und Senioren – das wird spannend. Ich kann mir gut vorstellen, dass die zunehmende Vernetzung das Online-Kaufverhalten der älteren Generation deutlich verändern kann.

  5. Carsten Carsten

    Vielen Dank für den Artikel, er hat mal wieder meine Gehirnzellen zu diesem Thema reaktiviert und ich bin auch neue Gedanken gekommen. Einige Dinge kann ich unterstreichen, andere nicht. Ich stehe Statistiken grundsätzlich kritisch gegenüber.

    Ich kenne fast keinen Rentner (und ich kenne einige), die wissen was ein Browser ist. Benutzt haben ihn schon viele, aber wenn ich ein anderen Browser empfehle, gucken die mich an wie ein Bahnhof. Aber auch viele junge Leute die sogar selber vom ie auf den ff umgestiegen sind, gucken mich komisch an wenn ich von Browser rede.. (meine Erfahrung aus 9 Jahren Computerdienstleistung bis heute).

    Auch wenn es um Schriftgrößen geht, muss ich wiedersprechen. Beim Thema Schriftgrößen sind mir alle meine Kunden dankbar, wenn ich ihnen den Strg+Scrollrad Trick zeige. Aber auch die Einstellung der Schriftgrößen über Extras sehen meine Kunden oft bei mir zum ersten Mal. Die Bildschirmlupe habe ich noch nie jemanden anwenden sehen, aber oft erwische ich meine Kunden mit der Nasenspitze direkt am Bildschirm.

    Die restlichen Punkte sehe ich genauso. Das Rentner nicht mit Rentner angesprochen werden möchten, musste ich schmerzhaft erfahren :).. aber ich denke im Enddefekt ist der Unterschied der Zielgruppen gar nicht so groß, egal ob „DN“ oder „DIs“, das Lenkrad muss rund sein, der Blinker links und über eine saubere Winschutzscheibe freut sich jeder Autofahrer!

  6. Jürgen Braatz Jürgen Braatz

    Der erste brauchbare Internetbrowser kam 1994/1995 in Deutschland auf den Markt. 1995 war ich 38, hatte ein webbasiertes Geschäftsmodell und kam noch ohne Brille aus. Im Jahr 2001 habe ich im Studio gedrehte Videos als Company-TV und Marketinginstrument in die Website meines Arbeitgebers implementiert. Vor ca. drei Jahren erfuhr ich in einem Vortrag von Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Uni Leipzig, dass diese sogenannten Vodcasts 2004 erfunden wurden.
    Vor einigen Monaten hörte ich in einem Vortrag, dass Menschen über 50 Probleme mit dem Internet haben. Der Referent war 38 Jahre alt.

  7. Matthias Mirow Matthias Mirow

    Ein sehr guter Artikel. Ich bin zwar noch kein Rentner, aber gehöre schon in die Generation 50+ (was auch schon gerne mal mit Senior betitelt wird). Gerade beginne ich ein neues Business, einen Online-Shop, weil der Arbeitsmarkt, im Gegensatz zu Politikerbeteuerungen, keine Verwendung mehr für mich hat. Man sollte sich, egal ob jung oder alt, sehr vor Vorurteilen hüten. In vielen Leuten steckt noch immer das Bild von der lieben Omi, die strickend im Sessel sitz, die Brille auf der Nase. Aber die Generation „Rentner“ jetzt, ist weitaus moderner, als die Generation Rentner, auf die die Vorurteile gemünzt sind. Und die nächste Rentnergeneration wird aus dem Online-Leben gar nicht wegzudenken sein, da wird man wohl über solche Artikel nur noch schmunzeln.

  8. Matthias Henrici Matthias Henrici

    Hallo Carsten. Vielen Dank für Ihren Beitrag. Wie ich vermute unterrichten Sie Senioren in Kursen? Die Frage ist natürlich wie oft müssen Sie den Strg+Scrollrad-Trick bei ein- und der derselben Person vorführen? Einmal oder Zweimal und dann ist es verstanden, oder? Ich habe meinem Vater vor 10 Jahren gezeigt wie das geht, da war er 65 und jetzt ist er 75 und hat seinen eigenen Blog – über Schriftarten muss ich mich mit ihm auch nicht mehr unterhalten, jetzt geht es eher um SEO-Themen ;-).

    @ Elske. Auch Ihnen vielen Dank. Zunächst würde mich interessieren, ob Sie festgestellt haben, dass den von Ihnen beobachteten Personen solche Fehler überhaupt aufgefallen sind? Wenn ja haben wir ein erstes, ernstes Differenzierungsmerkmal. Denn die < 40 Jährigen haben deswegen keinerlei Störgefühle beim Auftauchen von Rechtschreibfehlern, weil Ihnen diese Fehler noch nicht einmal auffallen. Die Generation von Menschen denen in jungen Jahren die Grammatik noch mit großem Leistungsdruck nahe gebracht wurde - sehen diese Fehler einfach besser. Wie sehr es die Studienteilnehmer dann aufbringt, hängt von vielerlei Bedingungen ab.@ Jürgen. 😉@ Matthias Das sehe ich genauso, in einigen Jahren werde ich keine solchen Blogposts mehr schreiben müssen. Ein bisschen schmunzeln muss ich wenn ich solche Artikel hier lese: "Silver Surfer und ihre Anforderungen an die Web-Usability: http://bit.ly/hrZbwZ " in denen als "besondere Anforderungen" an Silver Surfer folgende Dinge aufgezählt werden: "gute Lesbarkeit der Schriften, gute Kontraste, etc... sowie keine oder wenige Pop ups, wenig scrollen, keine Banner (Banner Blindness), hohe Effizienz, geringe Komplexität der Website? Nun ja wenn das die "speziellen" Forderungen sind, dann sind wir wohl alle Silver Surfer. 🙂

  9. Elske Ludewig Elske Ludewig

    @ Matthias: Vielleicht kann ich die Erfahrungen ein bisschen konkretisieren. Ob Fehler in Bezug auf Rechtschreibung oder auch Usability-Probleme toleriert werden oder nicht, hängt oft auch vom Anbieter ab. Denn ist eine Marke bekannt, so ist das Vertrauen von vornherein größer und kleinere Fehler wirken sich nicht so schnell negativ auf die Bewertung aus. Dann wird, z. B. in Bezug auf Usability, eher noch an sich selbst gezweifelt.
    Bei unbekannten Anbietern sind Senioren sicherlich noch etwas misstrauischer (siehe Vorurteil Nr. 4). Ich würde Ihnen zustimmen, dass Rechschreibfehler älteren Nutzern schon auffallen. Wie gesagt, beeinflusst das meiner Meinung nach nicht in jedem Fall ihre Einstellung ggb. der Site. Aber ich hatte Ihren Kommentar auch so verstanden, dass es da viele Einflussfaktoren gibt.

  10. Matthias Henrici Matthias Henrici

    @ Elske Vielleicht ist es dann sogar noch ein weiteres Vorurteil – diesmal von mir – das man begraben sollte. Denn man kann auch sagen, es hängt vom Anbieter oder von der Persönlichkeit ab, aber das sind eben persönlich-emotionale und nicht alters-demographische Ableitungen.

  11. Dr. Rauskucker Dr. Rauskucker

    Schön, daß ausgerechnet der Satz über Rechtschreibfehler einen Solchen enthält (wenn’s auch nur ein falsches Komma ist).

    (Womit ich mich zugleich als Silberner oute.)

  12. Matthias Henrici Matthias Henrici

    Lieber Dr. Rauskucker – wie gerne würde ich jetzt sagen, dass das natürlich Absicht war 😉

  13. Norbert Norbert

    Ich kenne da auch so Leute: Mit 61 in den wohlverdienten Vorruhestand, zwischendurch nen PC geschrottet und dann sofort einen neuen mit Vierkern Prozessor und 64bit Windows organisiert und eine fette DSLR mit drei Objektiven (finanziell) aus den Rippen geschwitzt und nach einem Tipp meinerseits mittlerweile bei finartprint seit Monaten konstant in der Top Ten dank intensiver EBV Nutzung als DigitalArt Künstlerin. Mittlerweile gehts schon um SEO nur bloggen braucht noch ein wenig Motivation durch Erfolge beim Bilder Verkauf via backlinks.
    Beim 86jährigen Nachbarn (u.a. mal Kradmelder bei der deutschen Wehrmacht) erhellt des abends gerne mal der Flachbildschirm die Stube nach dem er mit federnden Schritten das Fahrrad im Keller geparkt hat mit dem er aus der Garage von seinem wie neu aussehendem Auto kommt mit dem er Wandern und Fotografieren fährt.
    Andererseits gibts Leute mit Mitte 40 die mich leicht verschreckt anschauen: …. Internet …??? ähm … ja äh , meine Frau hat da mal was bestellt …. ja, ne keine Mail schicken, Druck das mal aus und stecks mir in den Briefkasten ….. ja , ähh, ich ne, Internet ??? eigentlich nicht ….
    Mittlerweile ist mir das Grinsen über diese de facto Comedy vergangen weil diese Leute in der Regel sehr kauftkraftstark und entscheidungsfreudig sind. Darunter sind auch mittelständische Unternehmer, Geschäftsführer und Abteilungsleiter.
    Da fehlt uns noch ein reichliches Stück Netzkultur und Aufklärung um diese Kunden zu erschließen.
    Also: immer bedenken: Es gibt sone und sowecke und ganz verrückte*

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